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Deutlich weniger Datenklau am Geldautomaten


Moderne Technik  

Geldautomaten sind so sicher wie nie

23.01.2016, 10:07 Uhr | dpa

Deutlich weniger Datenklau am Geldautomaten. Die Kriminalität mit gestohlenen Daten von Bankkunden am Geldautomaten ist weiter zurückgegangen.  (Quelle: dpa)

Die Kriminalität mit gestohlenen Daten von Bankkunden am Geldautomaten ist weiter zurückgegangen. (Quelle: dpa)

Datendiebe haben am Geldautomaten immer seltener Erfolg. Bundesweit ging die Zahl der sogenannten Skimming-Angriffe dank moderner Technik stark zurück. Bis zum Jahresende zählte die Branche 118 Automaten, die von Kriminellen manipuliert wurden, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen.

Der Bruttoschaden durch solche "Skimming"-Angriffe sank im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief von 2,7 Millionen Euro, wie Euro Kartensysteme auf Anfrage mitteilte. Die Frankfurter Einrichtung kümmert sich im Auftrag der deutschen Kreditwirtschaft um das Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten.

2013 noch 11,3 Millionen Euro Schaden

Im Gesamtjahr 2014 wurden noch 145 manipulierte Geldautomaten gezählt, der Datenklau verursachte 3,1 Millionen Euro Schaden. Ein Jahr zuvor wurden sogar noch 341 Geldautomaten in Deutschland ausgespäht, der Schaden belief sich auf 11,3 Millionen Euro.

Vor allem die Einführung der EMV-Technik hat nach Einschätzung der Branche Kriminellen das Handwerk erschwert. EMV-Karten sind mit einer Art Mini-Computer ausgestattet: Der Datensatz wird verschlüsselt, die Karte bei Gebrauch auf Echtheit geprüft - und zwar bei jedem Einsatz sowohl am Geldautomaten als auch an der Ladenkasse. Weil sich diese Technik weltweit zunehmend durchsetzt, können gestohlene Kartendaten in immer weniger Staaten missbräuchlich eingesetzt werden.

Die meisten Angriffe gab es in Berlin

Im vergangenen Jahr schlugen Datendiebe mit weitem Abstand am häufigsten in Berlin zu (67 manipulierte Geldautomaten), gefolgt von Hamburg (16), Bayern (9) und Nordrhein-Westfalen (8). Keine "Skimming"-Fälle wurden nach Angaben von Euro Kartensysteme in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen registriert.

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