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Arbeitgeberpräsident Kramer warnt vor Grenzkontrollen


"Das kann böse enden"  

Arbeitgeberpräsident Kramer warnt vor Grenzkontrollen

23.01.2016, 17:33 Uhr | dpa

Arbeitgeberpräsident Kramer warnt vor Grenzkontrollen. "Ökonomisch ein Gau": Arbeitgeberpräsident Kramer warnt vor der Rückkehr kilometerlanger Lkw-Schlangen. (Quelle: imago images)

"Ökonomisch ein Gau": Arbeitgeberpräsident Kramer warnt vor der Rückkehr kilometerlanger Lkw-Schlangen. (Quelle: imago images)

Der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen setzt den eigentlich passfreien Schengen-Raum massiv unter Druck. Sechs der insgesamt 26 beteiligten Staaten - darunter auch Deutschland - kontrollieren derzeit ihre Grenzen wieder. Die Konsequenzen sind schwer absehbar - auch für die deutsche Wirtschaft. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer schlägt bereits Alarm.

"Das kann böse enden - politisch und wirtschaftlich", sagte Kramer der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Vieles, was wir produzieren, wird vorher in Einzelteilen aus dem Ausland angeliefert. Wenn es nun wieder kilometerlange Staus an den Grenzen geben sollte, wenn Lkw wieder tagelang stehen, bis sie abgefertigt werden, dann ist das auch ökonomisch ein GAU."

Es habe Jahrzehnte gebraucht, um die Grenzen zu öffnen in Europa. Es sei abenteuerlich, dies alles zur Disposition zu stellen, "nur weil wir bisher nicht zur europäischen Lösung in der Lage sind", sagte der Arbeitgeberpräsident.

Neue Hürden wären "Wahnsinn"

Nicht nationale Abschottung, sondern eine europäische Strategie sei die Lösung. "Wir müssen die Außengrenzen schützen, dürfen aber keine neuen Hürden innerhalb der EU errichten. Das wäre Wahnsinn." Alle EU-Staaten müssten den Schutz der Außengrenzen mitfinanzieren und die südeuropäischen Länder stärker unterstützen.

Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte bereits vor schweren wirtschaftlichen Konsequenzen andauernder Grenzkontrollen. "Wer Schengen killt, wird im Endeffekt den Binnenmarkt zu Grabe getragen haben", sagte er am Donnerstag. Denn Grenzkontrollen bedeuteten etwa Wartezeiten im Güterverkehr und damit höhere Kosten für die Wirtschaft. Diese könnten schnell in die Milliarden gehen und viele Arbeitsplätze kosten. 

Warten kostet etwa drei Milliarden Euro pro Jahr

Juncker verweist auf eine Studie zur der von vielen Pendlern genutzten Öresund-Brücke zwischen Dänemark und Schweden. Durch die Verzögerungen infolge der Kontrollen entsteht demnach ein volkswirtschaftlicher Schaden von 300 Millionen Euro pro Jahr.

Auch eine Schätzung zu den europaweiten Kosten hatte der Kommissionschef parat: Werde bei allen geltenden Grenzkontrollen in Europa eine einstündige, zusätzliche Wartezeit pro Lkw zugrunde gelegt, bedeute das "einen Kostenpunkt von drei Milliarden Euro" pro Jahr.

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