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Deutsche Bank streicht seinem Vorstand die Boni


Wegen Rekordverlust  

Deutsche Bank streicht allen Vorständen die Boni

28.01.2016, 18:01 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Deutsche Bank streicht seinem Vorstand die Boni. Die Co-Chefs der Deutschen Bank, John Cryan (re.) und Jürgen Fitschen: Für sämtliche Vorstände gibt es wegen der Schieflage des Geldhauses diesmal keine Bonuszahlungen.  (Quelle: AP/dpa)

Die Co-Chefs der Deutschen Bank, John Cryan (re.) und Jürgen Fitschen: Für sämtliche Vorstände gibt es wegen der Schieflage des Geldhauses diesmal keine Bonuszahlungen. (Quelle: AP/dpa)

Hiobsbotschaft für die Vorstände des größten deutschen Geldhauses: Nach dem Rekordverlust der Deutschen Bank in 2015 fallen Bonuszahlungen für die Chef-Banker aus. Der Aufsichtsrat habe die variable Vergütung für alle Manager gestrichen, die dem Gremium im vergangenen Jahr angehörten, teilte Co-Chef John Cryan bei der Bilanzvorlage mit.

Aber nicht nur bei den Vorständen, auch bei den Boni für die Mitarbeiter werde gespart. So falle der Bonuspool für die Angestellten diesmal spürbar kleiner aus als ein Jahr zuvor. "Wir bezahlen weniger als unsere internationale Konkurrenz, aber ich glaube, die meisten verstehen das", sagte Cryan. Genaue Zahlen nannte er allerdings nicht.

Rekordverlust eingefahren

Für 2015 hatte die Deutsche Bank bereits vor einer Woche einen Rekordverlust angekündigt. Nach jüngsten Zahlen standen unter dem Strich rund 6,8 Milliarden Euro Miese - der erste Jahresverlust für den Dax-Konzern seit der Finanzkrise 2008 (rund 3,9 Milliarden Euro). Für 2014 hatte die Bank noch rund 1,7 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen.

Teure Rechtsstreitigkeiten, Abschreibungen und Kosten für die geplante Streichung von 9000 Stellen - davon 4000 in Deutschland - belasten Deutschlands größtes Geldhaus. Im Investmentbanking gab es zum Jahresende Einbrüche.

Wie Finanzvorstand Marcus Schenck ankündigte, könnte auch das laufende Jahr mit roten Zahlen enden. Man werde das Möglichste tun, um einen Verlust zu vermeiden. "Aber ausschließen können wir es natürlich nicht", sagte er. 

"2018 wieder sauber"

So werde 2016 der Höhepunkt bei der Sanierung der Bank. Der Vorstand kündigte an, dass dies noch einmal eine Milliarde Euro kosten werde. Auch für Rechtsrisiken könnte nach Cryans Einschätzung erneut möglicherweise ein "signifikanter Betrag" fällig werden, da die Bank einige Fälle "so schnell wie möglich beilegen" wolle. Insgesamt rechnet die Bank aber mit einer geringeren Belastung als 2015.

"Unser Ziel ist, dass wir spätestens 2018 wieder eine cleane Deutsche Bank haben", sagte Schenck. Bis dahin sollen die größten Altlasten abgearbeitet und die Trennung von der Postbank über die Bühne sein.

Mit der Verkleinerung ihres eigenen Filialnetzes in Deutschland will die Deutsche Bank im dritten Quartal dieses Jahres beginnen. Bis Ende 2017 sollen 200 der 700 Standorte wegfallen. 

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