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Niedriger Ölpreis lässt Gewinn bei Shell einbrechen


Von 15 nur noch 1,9 übrig  

Niedriger Ölpreis lässt Shell-Gewinn einbrechen

04.02.2016, 17:32 Uhr | AFP

Niedriger Ölpreis lässt Gewinn bei Shell einbrechen. Shell-Flagge vor dem Hauptquartier in Den Haag, Niederlande. (Quelle: AP/dpa)

Shell-Flagge vor dem Hauptquartier in Den Haag, Niederlande. (Quelle: AP/dpa)

Wegen des Ölpreisverfalls ist der Gewinn des Ölkonzerns Shell dramatisch eingebrochen. Das britisch-niederländische Unternehmen vermeldete am Donnerstag einen Nettogewinn von 1,94 Milliarden Dollar (1,75 Milliarden Euro) für 2015 - nach fast 15 Milliarden Dollar im Vorjahr. Noch härter traf hat es den Konkurrenten Statoil.

Der nrowegische Ölriese rutschte sogar  tief in die roten Zahlen. Statoil schloss das vergangene Jahr nach Angaben vom Donnerstag mit einem Verlust von 37,5 Milliarden Kronen (rund vier Milliarden Euro) ab, nachdem für 2014 noch ein Gewinn von 21,9 Milliarden Kronen in den Büchern gestanden hatte. Das Unternehmen, das zu 67 Prozent vom norwegischen Staat gehalten wird, legte deshalb ein Sparprogramm auf und strich seine Investitionen zusammen.

Statoil und Shell leiden wie ihre Wettbewerber unter dem scharfen Preisrückgang für Rohöl. Auch Shell hat bereits seine Investitionen zusammengestrichen und will rund 10.000 Stellen abbauen - im eigenen Unternehmen und bei dem Konkurrenten BG, den Shell übernehmen und komplett in den Konzern integrieren will.

Die Zustimmung der Aktionäre und der Behörden für die 47 Milliarden Pfund (62 Milliarden Euro) teure Übernahme liegt bereits vor. Die Transaktion soll binnen Wochen abgeschlossen werden, wie Shell-Vorstandschef Ben van Beurden erklärte. Mit der Übernahme werde "ein neues Kapitel für Shell" aufgeschlagen.

Überangebot am Markt

BG ist Großbritanniens drittgrößter Energiekonzern, hervorgegangen aus der ehemaligen Firma British Gas. Das Unternehmen bietet eine starke Position bei verflüssigtem Gas (LNG). Nach vollzogener Übernahme wäre Shell doppelt so viel wert wie der Konkurrent BP und läge vor dem US-Wettbewerber Chevron. Größer wäre nur noch der US-Gigant ExxonMobil.

Der Ölpreis fällt bereits seit Mitte 2014; von damals rund 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) rutschte er auf zuletzt rund 30 Dollar. Hintergrund ist ein Überangebot am Markt gepaart mit einer verhaltenen Nachfrage. Hinzu kommen Sorgen um die Konjunktur in China, dem größten Ölverbraucher der Welt.

"Eine Menge Kredite"

Der fallende Ölpreis setzt auch Unternehmen in Schwellenländern zu. Viele hätten sich durch niedrige Zinsen, hohe Ölpreise und gute Wachstumsaussichten dazu verleiten lassen, "eine Menge Kredite aufzunehmen", sagte der IWF-Kapitalmarktdirektor José Vinals dem "Handelsblatt". Diese Schulden müssten weiter bedient werden. "Wir werden Pleiten erleben", sagte Vinals.


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