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Boeing kündigt Streichungen an: Führungskräfte müssen zuerst gehen


Trotz guter Auftragslage  

Boeing streicht Jobs - zuerst müssen Führungskräfte gehen

11.02.2016, 09:46 Uhr | rtr

Boeing kündigt Streichungen an: Führungskräfte müssen zuerst gehen. Flugzeugproduktion bei Boeing - hier ein Kurz- und Mittelstrecken-Jet vom Typ Boeing 737. (Quelle: dpa)

Flugzeugproduktion bei Boeing - hier ein Kurz- und Mittelstrecken-Jet vom Typ Boeing 737. (Quelle: dpa)

Im Kampf um Marktanteile mit Konkurrent Airbus will der US-Flugzeugbauer Boeing seine Kosten senken. Dazu sollen Jobs in der Zivilflugzeug-Sparte abgebaut werden. 

Die Kosten müssten gesenkt werden, gab der Chef der Sparte, Ray Conner, am Mittwoch bekannt. Wie viel Arbeitsplätze in welchem Zeitrahmen gestrichen werden sollen, sagte er nicht. Das hänge davon ab, wie viel insgesamt eingespart werden könne. 

Produktion soll hochgefahren werden

Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem Boeing ebenso wie Airbus wegen der hohen Auftragslage die Produktion in den kommenden Jahren deutlich hochfahren will. Beide haben genügend Flugzeugbestellungen in ihren Büchern, um ihre Werke für die nächsten sieben oder acht Jahre auszulasten.

"Um im Markt punkten zu können, Wachstum sicherzustellen und als gesundes Unternehmen agieren zu können, leiten wir wohlüberlegte Schritte ein, um die Kosten für den Entwurf und den Bau unserer Flugzeuge zu senken", erläuterte Boeing. Das schließe die Belegschaft ein.

Mehr Flugzeuge mit weniger Beschäftigten

Bei den Stellenstreichungen werde zunächst auf die leitenden Angestellten geschaut. "Wir werden die Reduzierung des Beschäftigungsniveaus zuerst bei Führungskräften und Managern beginnen", sagte ein Sprecher.

Boeing hat in seinem Heimatstaat Washington bereits 4000 Stellen abgebaut. Mit der geringeren Belegschaft baut der Konzern derzeit mehr Flugzeuge als je zuvor. Viele Arbeiten wurden jedoch in andere Bundesstaaten und Länder ausgelagert.

Boeing-Aktie im Rückwärtsgang

Mit dem europäischen Konzern Airbus liefert sich Boeing stets ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Im vergangenen Jahr heimste Airbus 57 Prozent der Bestellungen ein.

Bei Boeing ließen die hohen Kosten für die Produktion des neuen Prestige-Fliegers 787 Dreamliner und Abschreibungen für den weitaus älteren und nicht mehr so gefragten Jumbojet 747 die operative Gewinnmarge im vierten Quartal auf 3,5 von zuvor 9,3 Prozent einbrechen. Die Boeing-Aktie schwächte sich in den vergangenen Monaten deutlich ab.

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