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Flüchtlingspolitik: Wirtschaftsexperten sehen Asylbewerber als Nachteil


Kritik an Merkels Flüchtlingspolitik  

Wirtschaftsexperten sehen Asylbewerber als Nachteil

18.02.2016, 14:06 Uhr | rtr, t-online.de

Flüchtlingspolitik: Wirtschaftsexperten sehen Asylbewerber als Nachteil. Zur Integration von Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt hält die Mehrheit der deutschen Wirtschaftsprofessoren Einschnitte beim Mindestlohn für unverzichtbar.  (Quelle: dpa)

Zur Integration von Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt hält die Mehrheit der deutschen Wirtschaftsprofessoren Einschnitte beim Mindestlohn für unverzichtbar. (Quelle: dpa)

Einer Umfrage unter Wirtschaftsprofessoren zufolge sieht die Mehrheit der deutschen Ökonomen den Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland als wirtschaftlichen Nachteil für das Land. Besser sähe es demnach aus, würde sich Deutschland an der strengeren Einwanderungspolitik anderer Länder orientieren. 

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf eine gemeinsame Erhebung mit dem Ifo-Institut berichtet, erwarten 40 Prozent der Wirtschaftsexperten von den Asylbewerbern eher Nachteile. Lediglich 23 Prozent der 220 befragten Professoren erkennen darin Vorteile, während der Rest unentschieden ist.

EU-Außengrenzen sichern, Binnengrenzen offen halten

Um Asylbewerber mit niedriger Qualifikation in den Arbeitsmarkt zu integrieren, halten 56 Prozent der Befragten eine Absenkung des Mindestlohns für unverzichtbar. 37 Prozent lehnen dies ab.

Angesichts der befürchteten negativen Auswirkungen spricht sich zudem die Mehrheit der Professoren für eine bessere Sicherung der Außengrenzen des Schengen-Raums aus. Gleichzeitig warnen sie davor, nationale Grenzen im Schengen-Raum zu schließen. Selbst eine nur vorübergehende Schließung würde hohe Kosten verursachen, so die Befürchtung.

Neuverschuldung und Steuererhöhungen

Auf die Frage, wie die Kosten für die Unterbringung, Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge finanziert werden sollten, brachten 45 Prozent der Befragten eine Neuverschuldung ins Spiel. 36 Prozent sprachen sich für Steuererhöhungen aus. Erst deutlich dahinter rangieren eine Reduzierung internationaler Zahlungen, eine Anhebung des Renteneintrittsalters und Kürzungen bei den Sozialausgaben. 

Im Vergleich mit der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik anderer Länder sehen die Professoren die deutsche Politik insgesamt kritisch. Mehrheitlich erwarten sie wirtschaftliche Nachteile. Derweil wird die Politik der Briten und Franzosen als weniger nachteilig angesehen. Am besten schneidet in der Umfrage die Zuwanderungspolitik Kanadas und Australiens ab, die sich beide sehr stark nach der Qualifikation der Einwanderer richten.

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