Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Armutsbericht 2016: "Armut bleibt trotz Rekordbeschäftigung"


Niedriglöhner haben das Nachsehen  

"Armutsquote geht trotz Rekordbeschäftigung nicht zurück"

23.02.2016, 10:30 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Armutsbericht 2016: "Armut bleibt trotz Rekordbeschäftigung". Von der guten Wirtschaftslage in Deutschland profitiert die untere Schicht der Gesellschaft auch weiterhin nicht.  (Quelle: dpa)

Von der guten Wirtschaftslage in Deutschland profitiert die untere Schicht der Gesellschaft auch weiterhin nicht. (Quelle: dpa)

Trotz brummender Wirtschaft ist die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter gewachsen. "Auch in einer Phase mit Rekordbeschäftigung haben wir keine zurückgehenden Armutsquoten", sagte die Sozialexpertin Dorothee Spannagel.

Für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hat Spannagel die Entwicklung der Armut in Deutschland untersucht. Demnach hat die Einkommensungleichheit seit den 90er Jahren zugenommen, vor allem zwischen 1999 und 2005. "Damals hat sie in Deutschland europaweit so stark zugenommen wie in sonst keinem anderen Land", betonte Spannagel. 

Lohnzuwächse vor allem bei höheren Gehältern

Zwar sei die Ungleichheit gemessen am Haushaltseinkommen von da an bis 2010 wieder gesunken. Danach habe sich die Kluft aber wieder vergrößert. Die Daten, auf die sich Spannagel in ihrer Studie beruft, reichen allerdings nur bis 2012.

Hauptursache für die Ungleichheit sei, dass es Lohnzuwächse vor allem bei den höheren Gehältern gegeben habe. Menschen mit ohnehin geringerem Verdienst seien davon weitgehend abgekoppelt. Zudem sei die Bedeutung der Kapitaleinkünfte im Vergleich zum Lohneinkommen gewachsen.

Extrem ungleiche Vermögensverteilung

Nach Daten des Statistischen Bundesamts verfügen die obersten zehn Prozent der Haushalte über 51,9 Prozent des Nettovermögens - die untere Hälfte nur über ein Prozent. Diese jüngsten Zahlen zeigen den Stand von 2013. 1998 hatten die reichsten zehn Prozent nur 45,1 Prozent, die unteren 50 Prozent 2,9 Prozent des Vermögens.

Spannagel betont, dass sich Aufstiegschancen für die untere Mitte der Gesellschaft verringert und die Abstiegsrisiken vergrößert hätten. In den Jahren seit 2005 seien mit knapp 16 Prozent etwa deutlich mehr Menschen aus der unteren Mitte der Einkommensverteilung abgestiegen als dies in den 80er Jahren mit knapp zwölf Prozent der Fall gewesen sei. "Das ist ein massiver Einschnitt in die Chancengleichheit", sagte Spannagel.

An diesem Dienstag will der Paritätische Wohlfahrtsverband zusammen mit weiteren Verbänden einen detaillierten Überblick zur Entwicklung der Armut in Deutschland geben.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Bauknecht Kühl-/ Gefrierkom- bis: „wenn du cool bleibst“
gefunden auf otto.de
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe