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Volkswagen: Jetzt geht es auch um Bank- und Steuerbetrug


VW-Skandal in USA  

Jetzt geht es auch um Bank- und Steuerbetrug

09.03.2016, 08:19 Uhr | dpa, AFP, rtr

Volkswagen: Jetzt geht es auch um Bank- und Steuerbetrug. Für VW droht neuer Ärger in den USA. (Quelle: dpa)

Für VW droht neuer Ärger in den USA. (Quelle: dpa)

Der Abgas-Skandal von Volkswagen hat in den USA eine neue Dimension erreicht. Die Ermittlungen des Justizministeriums seien nun auf den Verdacht des Bankbetrugs und mögliche Verstöße gegen Steuergesetze ausgedehnt worden, berichtet das "Wall Street Journal" und beruft sich auf zuverlässige Quellen. 

Die Ermittler prüfen dem Bericht nach, ob die VW-Manipulationen auch Kreditgeber bei der Autofinanzierung gefährdet hätten. Der Wolfsburger Konzern hatte betroffene Fahrzeuge mit überhöhten Abgaswerten ursprünglich als umweltfreundlich vermarktet - durch die Affäre verloren die Fahrzeuge erheblich an Wert.

Außerdem soll untersucht werden, ob der Autohersteller für Steuergutschriften haftbar ist. Hintergrund sei, dass Käufer der von VW als besonders umweltverträglich beworbenen Dieselfahrzeuge einen Steuervorteil über 1300 Dollar erhielten.

Ein Sprecher des Justizministeriums wollte sich auf Nachfrage nicht äußern. Eine Sprecherin von VW sagte lediglich, dass das Unternehmen weiter mit allen relevanten US-Behörden kooperieren werde.

Über 500 Sammelklagen in den USA

Volkswagen hatte im September nach Vorwürfen des US-Umweltamts EPA eingeräumt, Hunderttausende Diesel-Wagen in den USA mit einer Betrugs-Software zum Austricksen von Abgas-Tests ausgerüstet zu haben.

Dem Konzern droht durch eine Zivilklage der US-Regierung bereits eine Strafe in zweistelliger Milliardenhöhe. In den USA sind bereits mehr als 500 Sammelklagen eingegangen.

Justiz wendet Gesetz gegen Bankbetrug ein

Die neuen Ermittlungen wegen Bankbetrugs zeigen dem "Wall Street Journal" zufolge das erste Mal, dass die USA ein für Regelverstöße von Banken entwickeltes Gesetz außerhalb der Finanzindustrie einsetzen. Damit würde "die Rechtstheorie gegen einen nicht besonders genehmen Beschuldigten bis an die äußersten Grenzen gedehnt", zitiert die Zeitung den Columbia-Rechtsprofessor John Coffee.

Das Gesetz von 1989 war vor allem im Zuge der Finanzkrise 2008 genutzt worden. Damit konnten Großbanken besser zur Verantwortung gezogen werden.

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