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Fracking in USA: Firma muss Millionen-Entschädigung zahlen


Verunreinigtes Grundwasser  

US-Fracking-Firma muss Millionen-Entschädigung zahlen

11.03.2016, 12:41 Uhr | dpa

Fracking in USA: Firma muss Millionen-Entschädigung zahlen. Überschüssiges Gas wird auf einem Fracking-Feld im Bradford County in Pennsylvania abgefackelt. (Quelle: Reuters)

Überschüssiges Gas wird auf einem Fracking-Feld im Bradford County in Pennsylvania abgefackelt. (Quelle: Reuters)

Mehr als vier Millionen Dollar Entschädigung muss ein Erdgasförderer in den USA an zwei Familien zahlen. Das entschied ein Gericht in Scanton im Bundesstaat Pennsylvania. Die Jury hatte die Firma Cabot Oil & Gas für schuldig befunden, das Grundwasser in Susquehanna County durch Fracking verschmutzt zu haben. 

Die beiden dort lebenden Familien hatten Cabot 2009 verklagt, nachdem ungewöhnlich viel Methan im Grundwasser aufgetreten war. Die Firma hatte stets behauptet, die Probleme habe es bereits vor den Bohrungen gegeben, wie die Lokalzeitung "Scranton Times-Tribune" berichtete.

"Es war ein Kampf. Es war eine Schlacht. Man hat es mit einem Millionen-Dollar-Unternehmen zu tun", sagte der Hauptkläger Scott Ely dem Lokalsender WBRE-TV. Ein Cabot-Anwalt kündigte umgehend Berufung an.

Mehr als 40 Familien in der Region hatten das Unternehmen verklagt. In 2012 einigen sich die meisten von ihnen mit Cabot.  

Pennsylvania wichtiges Gasfördergebiet

Pennsylvania zählt zu den wichtigsten Gasfördergebieten der USA. Beim Fracking drücken die Förderer mit Hochdruck Flüssigkeiten in tiefliegende Gesteinsschichten, um diese aufzubrechen. Aus den entstehenden Rissen tritt Gas aus, das ansonsten nicht zugänglich wäre. Umweltschützer kritisieren die Methode, unter anderem wegen der Gefahren für das Grundwasser.

Im oscarnominierten Dokumentarfilm "Gasland"(2010), der sich um Fracking in den USA dreht, besucht der Regisseur Josh Fox unter anderem auch Susquehanna County. Dort zeigen Anwohner, wie sie Wasser aus dem Hahn anzünden können - aufgrund des hohen Methangehalts. 

Cabot seinerseits behauptet, dass Methan natürlich im Boden vorkomme und nichts mit den Bohrungen seiner Firma zu tun habe. 

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