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Wegen EZB-Strafzinsen: Münchener Rück bunkert Gold und Bargeld


Statt Strafzinsen bei EZB  

Münchener Rück bunkert Gold und Bargeld

16.03.2016, 12:06 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Wegen EZB-Strafzinsen: Münchener Rück bunkert Gold und Bargeld. Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re will sein Geld nicht mehr bei der EZB parken, sondern im eigenen Haus. (Quelle: dpa)

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re will sein Geld nicht mehr bei der EZB parken, sondern im eigenen Haus. (Quelle: dpa)

Der Versicherungskonzern Munich Re (ehemals Münchener Rück) sucht angesichts der Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) nach Alternativen bei seiner Geld-Einlagerung. Damit folgt er dem Beispiel einiger Sparkassen.

Bereits Anfang März war bekanntgeworden, dass mehrere Sparkassen darüber nachdenken, überschüssige Kundeneinlagen künftig im eigenen Tresor zu lagern. Bisher handele es sich aber nur um ein theoretisches Szenario, hieß es.

Bereits Gold in eigenen Tresoren

Schon vor geraumer Zeit habe der weltgrößte Rückversicherer bereits Gold in den Tresor gelegt, sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard auf der Bilanzpressekonferenz in München.

Vor kurzem habe die Munich Re zudem einen zweistelligen Millionenbetrag in bar gebunkert, sagte er. "Wir probieren das jetzt einfach mal aus. Daran sehen Sie, wie ernst die Situation ist." Die EZB verlangt für Geld, das Banken über Nacht bei ihr parken, Strafzinsen in Höhe von 0,5 Prozent.

Von Bomhard hatte zuvor heftige Kritik an der Geldpolitik der EZB geübt. EZB-Präsident Mario Draghi müsse nun klar machen, dass die Notenbank mit ihren Maßnahmen am Ende und die Politik nun am Zug sei. "Eine Bazooka funktioniert nicht mehr, die Regierungen müssen jetzt aktiv werden", sagte der Munich-Re-Chef.

Versicherer kauft eigene Aktien zurück

Der Dax-Konzern sorgte am Mittwoch mit seinen Gewinnzielen an der Börse für Ernüchterung. Die Munich-Re-Anteilsscheine hinkten mit einem mageren Plus hinter dem etwas festeren Dax zurück.

Auch der Aktienrückkauf, den der Rückversicherer bei der Vorlage endgültiger Geschäftszahlen für das vergangene Jahr ankündigte, riss die Anleger nicht vom Hocker - sie hatten bereits mit einem solchen Schritt gerechnet.

Gewinnprognose unter den Erwartungen

Der weltgrößte Rückversicherer stellt sich wegen der Niedrigzinsen und des Preiskampfs in der Branche 2016 auf den dritten Gewinnrückgang in Folge ein. Zwar hatten auch Analysten hier mit einem weiter negativen Trend gerechnet. Die in Aussicht gestellten 2,3 bis 2,8 Milliarden Euro, von denen noch Kosten für den Umbau der Erstversicherungstochter Ergo abgehen, werteten sie aber als etwas enttäuschend - sie hatten bisher im Schnitt gut 2,7 Milliarden Euro erwartet. 

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