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Airbus hat Probleme mit Militärflieger A400M


Bundeswehr wenig begeistert  

Airbus hat Probleme mit Militärflieger A400M

01.04.2016, 16:28 Uhr | dpa , t-online.de

Airbus hat Probleme mit Militärflieger A400M. Airbus A400M der Royal Air Force: Bei einem Flugzeug dieses Typs schaltete sich in der Luft ein Triebwerk ab. (Quelle: dpa)

Airbus A400M der Royal Air Force: Bei einem Flugzeug dieses Typs schaltete sich in der Luft ein Triebwerk ab. (Quelle: dpa)

Die Bundeswehr freut sich auch 2016 auf weitere Militärtransporter A400M, um veraltete Transall-Flieger zu ersetzen. Doch der neue Airbus hat technische Mängel. Der Hersteller gibt sich aber gelassen - der Einsatz sei sicher, die Probleme seien schon so gut wie vom Tisch.

Zu den Mängeln gehörten hoher Verschleiß am Propeller-Getriebe und mangelnde Hitzebeständigkeit, berichtete die "Bild"-Zeitung. Eine Airbus-Sprecherin in Madrid, dem Sitz der Airbus-Verteidigungssparte, bestätigte die Angaben "grundsätzlich" und betonte zugleich, es gebe keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Flugzeuge. Das Bundesverteidigungsministerium reagierte wenig begeistert.

Für das Problem mit der Hitzebeständigkeit habe man bereits eine Lösung gefunden, so die Airbus-Sprecherin. Beim zweiten Problem gehe es darum, dass sich bei manchen Propellern im Getriebe Metallpartikel lösen und ins Ölsystem gelangen könnten. Man arbeite an einer Lösung. "Das Problem kann bei den regelmäßigen Inspektionen der Maschinen behoben werden", so die Sprecherin.

Bei einer britischen A400M-Maschine hat sich laut "Bild" während eines Flugs ein Triebwerk ausgeschaltet. Bei den bisher vorhandenen drei deutschen Maschinen solle dies dem Verteidigungsministerium zufolge allerdings noch nicht passiert sein.

Weitere Auslieferung an Bundeswehr unklar

Planmäßig sollte die Bundeswehr in diesem Jahr neun neue A400M-Maschinen erhalten. Doch es liege "seitens des Herstellers noch keine aktuelle Lieferplanung 2016" vor, erklärte das Ministerium auf Anfrage der Zeitung.

Zur Frage der Auslieferung von Maschinen zitierte die Sprecherin den Airbus-Military-Chef Fernando Alonso: "Wir verfolgen weiterhin das Ziel, in diesem Jahr 20 Maschinen auszuliefern." Darunter seien auch Maschinen für die Bundeswehr, so die Sprecherin.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte: "Das sind insgesamt keine guten Nachrichten." Nachdem Airbus Probleme mit dem Propellergetriebe festgestellt habe, habe die europäische Flugsicherheitsagentur zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen angeordnet. "Die Probleme und die Ursachen werden derzeit analysiert." Sollten sich Fehler an den Triebwerken herausstellen, würden diese kostenfrei vom Hersteller behoben. Über mögliche Auswirkungen auf weitere Lieferungen könne er noch nichts sagen.

Grünen-Verteidigungspolitiker Tobias Lindner hält laut "Bild"-Zeitung eine plangemäße Lieferung für "äußerst unrealistisch". Er erwartet weitere Lieferverzögerungen durch die Triebwerksprobleme.

Die Entwicklung des A400M des Flugzeugherstellers Airbus war begleitet von politischen, finanziellen und technischen Problemen, in deren Folge sich das Projekt um Jahre verzögerte und verteuerte. Die Luftwaffe bekam Ende 2014 ihre erste Maschine.

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