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Nach Ölpest: BP muss 20 Milliarden Dollar Strafe zahlen


"Deepwater Horizon"-Desaster  

BP muss wegen Ölkatastrophe 20 Milliarden Dollar zahlen

05.04.2016, 11:29 Uhr | AP, dpa

Nach Ölpest: BP muss 20 Milliarden Dollar Strafe zahlen. Die Ölplattform brennt am 21. April 2010. (Quelle: AP/dpa)

Bei der Ölkatastrophe 2010 starben elf Arbeiter. (Quelle: AP/dpa)

Die katastrophalen Folgen des Unfalls auf der Bohrplattform "Deepwater Horizon" kosten den Ölkonzern BP 20,8 Milliarden Dollar. Damit endet ein jahrelanger Rechtsstreit über die Kosten des Unglücks vom 20. April 2010. Die BP-Aktie steht an der Börse am Dienstag unter Druck.

473 Millionen Liter Öl liefen damals im Golf von Mexiko ins Meer. Mehr als 2000 Kilometer Küste wurden verschmutzt, elf Arbeiter starben. US-Justizministerin Loretta Lynch sprach nach dem Vergleich von der "größten Strafe aller Zeiten wegen Umweltvergehen". Gleichzeitig werde nun eines der weitreichendsten Renaturierungsprogramme folgen. Laut Ministerium sollen Lebensräume wiederhergestellt, die Wasserqualität verbessert und Meeresressourcen geschützt werden.

Größter Vergleich in einer Umweltangelegenheit

Die abschließende Anweisung über den Zahlungsausgleich in Höhe von umgerechnet knapp 17,55 Milliarden Euro veröffentlichte Bundesrichter Carl Barbier. Es handelt sich um den größten Vergleich in einer Umweltangelegenheit sowie den größten zivilen Zahlungsausgleich mit einem einzigen Rechtsträger.

BP muss innerhalb von 16 Jahren zahlen

Der im Juli bekanntgegebene Vergleich zwischen dem Unternehmen und mehreren US-Staaten umfasst Strafzahlungen, Kosten für die Wiederherstellung der Umwelt und Ausgleich für wirtschaftliche Nachteile. Das Geld soll über einen Zeitraum von 16 Jahren ausgezahlt werden. Zu den betroffenen Staaten zählen Florida, Alabama, Mississippi und Louisiana.

2012 erzielte BP eine ähnliche Einigung mit privaten Anwälten von Firmen und Anwohnern, die unter den Folgen der Ölpest litten. Der Deal führte zu einem langwierigen Kampf vor Gericht über Folgezahlungen an Unternehmen. Viele der Anschuldigungen sind noch immer nicht gelöst.

Umweltkatastrophe kostet BP 53 Milliarden Dollar

BP hat geschätzt, dass sich seine Kosten inklusive der ursprünglichen Säuberungsarbeiten und die verschiedenen Vergleiche und Strafen auf mehr als 53 Milliarden Dollar (rund 46,5 Milliarden Euro) belaufen werden. In einer E-Mail teilte Konzernsprecher Geoff Morrell am Montag mit, BP sei zufrieden damit, dass der im Juli erzielte Vergleich finalisiert worden sei.

Urteil wird von allen Seiten begrüßt

Louisianas Gouverneur John Bel Edwards sagte, die Entscheidung ebne den Weg des Staates, um wichtige Mittel zur Wiederherstellung der Küste zu erhalten. Alabamas Generalstaatsanwalt Luther Strange lobte die Einigung ebenfalls. Das Urteil beende "ein lange, trauriges Kapitel in der amerikanischen Umweltgeschichte", erklärte David Uhlmann, Rechtsprofessor der University of Michigan.

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