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Allergan-Übernahme durch Pfizer geplatzt: 150 Mio. Dollar Strafe


Keine Fusion von Viagra und Botox  

Allergan-Übernahme durch Pfizer geplatzt

06.04.2016, 18:23 Uhr | rtr

Allergan-Übernahme durch Pfizer geplatzt: 150 Mio. Dollar Strafe. Mit der Übernahme von Allergan durch Pfizer wäre ein Pharmakonzern mit einem Jahresumsatz von mehr als 60 Milliarden Dollar entstanden.  (Quelle: dpa)

Mit der Übernahme von Allergan durch Pfizer wäre ein Pharmakonzern mit einem Jahresumsatz von mehr als 60 Milliarden Dollar entstanden. (Quelle: dpa)

Es sollte der weltgrößte Pharmakonzern werden. Doch nun ist die 160 Milliarden Dollar schwere Übernahme des irischen Pharmakonzerns Allergan durch Pfizer geplatzt. Das Vorhaben werde einvernehmlich beendet, teilte das US-Unternehmen mit. 

Für Pfizer waren Steuervorteile ein zentraler Grund für den möglichen Zusammenschluss. Jetzt muss der Konzern an Allergan eine Strafe von 150 Millionen Dollar zahlen. Zudem will das Unternehmen jetzt wieder an seine alte Strategie vor der geplanten Allergan-Übernahme anknüpfen und eine Aufspaltung bis zum Ende des Jahres prüfen. 

Bereits am Dienstag war darüber heftig spekuliert worden, nachdem die US-Regierung die Steuergesetze bei Fusionen von Unternehmen verschärft hatte. 

Der Botox-Hersteller Allergan und der Viagra-Produzent Pfizer planten, nach dem Zusammenschluss den Hauptsitz nach Irland zu verlegen, nicht jedoch die operativen Aktivitäten. In Irland sind die Steuersätze deutlich geringer als in den USA. Aufgrund der neuen Gesetze lohnt sich die Übernahme nicht mehr. 

Kritik an sogenannter Inversion

In den USA haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Konzerne nach Großfusionen ihre Firmensitze ins Ausland verlegt, was massive Steuerersparnisse mit sich bringt. Diese als Inversion bezeichnete Taktik ist in Amerika ein Politikum geworden. Selbst die favorisierten Präsidentschaftsbewerber der Demokraten und Republikaner, Hillary Clinton und Donald Trump, sind sich hier ausnahmsweise einig, dass ein Riegel vorgeschoben werden muss. 

Mit der Übernahme von Allergan wäre ein Konzern mit einem Jahresumsatz von mehr als 60 Milliarden Dollar entstanden. Er hätte den Schweizer Konkurrenten Novartis vom Spitzenplatz des weltgrößten Herstellers verschreibungspflichtiger Medikamente verdrängt. Für Pfizer ist es die nächste Schlappe, nachdem schon die angedachte Akquisition von AstraZeneca am Widerstand des britischen Rivalen scheiterte.

Aktienkurs von Allergan bricht ein

Der Börsenwert von Allergan, dem kleineren der beiden Unternehmen, brach am Dienstag bereits um 15 Prozent auf rund 93 Milliarden Dollar (82 Mrd. Euro) ein. Der Allergan-Kurs fiel damit auf den tiefsten Stand seit Ende 2014 - damit war die ganze Übernahme-Euphorie aus dem vergangenen Jahr wieder verflogen. Der Aktienkurs von Pfizer zog hingegen zuletzt an.

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