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Dax-Schlussbericht: Versöhnliches Ende einer schwachen Börsenwoche


Aktien  

Versöhnliches Ende einer schwachen Börsenwoche

08.04.2016, 18:04 Uhr | dpa-AFX

Dax-Schlussbericht: Versöhnliches Ende einer schwachen Börsenwoche. DAX auf der Anzeigetafel der Deutschen Börse in Frankfurt (Quelle: imago images)

DAX auf der Anzeigetafel der Deutschen Börse in Frankfurt (Quelle: imago images)

Der Dax hat am Freitag eine schwache Woche versöhnlich beendet. Die deutlich erholten Ölpreise, die als Indikator für die Einschätzung der Weltkonjunktur gelten, begünstigten laut Analyst Mike van Dulken vom Broker Accendo Markets die Risikobereitschaft der Anleger. Selbst der etwas anziehende Euro, der ungünstig für deutsche Exporte in Länder außerhalb des Währungsraums ist, trübte die Stimmung kaum.

Der deutsche Leitindex baute am Freitag seine anfänglichen Gewinne aus. Zum Schluss behauptete er nach zwischenzeitlich noch höheren Kursen ein Plus von ein Prozent auf 9622 Punkte. Der Wochenverlust schmolz damit auf 1,8 Prozent zusammen - es war allerdings die dritte negative Woche in Folge.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax gewann am Freitag 1,4 Prozent auf 20.170 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,9 Prozent auf 1635 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 1,4 Prozent auf 2912 Punkte. Auch die nationalen Indizes in Paris und London legten deutlich zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Handelsende gut ein halbes Prozent im Plus.

GUTE EXPORTDATEN HELFEN

Gute deutsche Exportdaten hätten den europäischen Indizes ebenfalls auf die Sprünge geholfen, nachdem auch von den asiatischen Börsen kein weiteres Ungemach gekommen sei, erklärte Händler Markus Huber vom Broker City of London Markets die Kurserholung. Er sieht den Fokus der Investoren weiter auf die globalen Wachstumssorgen gerichtet. Die heutige Börsenerholung beruhe ausschließlich auf der Ölpreisentwicklung, gab Jasper Lawler von CMC Markets zu bedenken. Sie stehe vor dem Treffen wichtiger Produzenten in Doha aber auf tönernen Füßen, da diese sich kaum auf eine Förderbegrenzung einigen dürften. Ein Barrel WTI-Rohöl kostete am Terminmarkt zuletzt 40,80 Dollar - etwa fünf Prozent mehr als am Vortag.

BANKAKTIEN ERHOLEN SICH

Für Erleichterung sorgte auch die Erholung der Bankaktien, die im bisherigen Wochenverlauf noch zu den größten Verlierern gezählt hatten. So hatten die Papiere des heimischen Branchenprimus Deutsche Bank mit einem Rückschlag um knapp acht Prozent im widrigen Umfeld niedriger Zinsen, teurer Rechtsstreits und hausgemachter Probleme wieder auf ihr Rekordtief aus dem Februar zugesteuert. Am Freitag stiegen sie um 1,8 Prozent.

Ebenfalls gefragt waren Commerzbank-Aktien , die nach minus vier Prozent im vorherigen Wochenverlauf mit nun plus 3,1 Prozent kräftig aufholten. Ausgerechnet die Deutsche-Bank-Experten setzten die Papiere des Wettbewerbers wegen der "verkannten Ertragsstory" auf ihre Empfehlungsliste deutscher Aktien.

POSITIVE STUDIEN BEFLÜGELN SPRINGER UND SLM SOLUTIONS

Eine Studie lenkte die Aufmerksamkeit auf die Papiere von Axel Springer, die um 7,98 Prozent anzogen und damit die MDax-Gewinnerliste anführten. Erstmals seit 8 Jahren sprachen die Experten der US-Investmentbank JPMorgan wieder eine positive Empfehlung für die Anteile des Medienkonzerns aus. Springer habe einen Wendepunkt in seinem Wandel weg vom klassischen Printgeschäft erreicht, begründete Analyst Marcus Diebel seine Einschätzung.

An der TecDax-Spitze verteuerten sich die Papiere des 3D-Drucker-Herstellers SLM Solutions nach einer Kaufempfehlung der Investmentbank HSBC um 9,76 Prozent. Der Indexneuling aus Lübeck halte die technologische Führerschaft in der revolutionären 3D-Metalldruck-Technik und dürfte in den kommenden Jahren schneller wachsen als die aufstrebende Branche, schrieb Analyst Philip Saliba.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,02 Prozent am Vortag auf 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 142,52 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,1 Prozent auf 164,31 Punkte. Der Euro-Kurs kletterte zuletzt wieder über die Marke von 1,14 US-Dollar. Davor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1363 (Donnerstag: 1,1364) Dollar festgesetzt. Die Feinunze Gold kostete am Terminmarkt 1241 Dollar bzw. 1088 Euro.

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Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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