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Ölpreise steigen vor dem Wochenende kräftig - bald Förderkürzung?


Bald Förderkürzung?  

Kräftiger Preissprung beim Rohöl

08.04.2016, 20:25 Uhr | dpa, rtr

Ölpreise steigen vor dem Wochenende kräftig - bald Förderkürzung?. Hoffnung auf baldige Förderbegrenzung lässt die Ölpreise steigen. Vor allem Russland wünscht sich das. (Quelle: Reuters)

Hoffnung auf baldige Förderbegrenzung lässt die Ölpreise steigen. Vor allem Russland wünscht sich das. (Quelle: Reuters)

Die Ölpreise sind vor dem Wochenende massiv gestiegen. Spekulationen auf eine mögliche Eindämmung des Angebots an Rohöl trieben die beiden wichtigsten Preise am Freitag immer stärker nach oben. Am Abend legten beide Öl-Notierungen jeweils etwa sechs Prozent zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Terminmarkt zuletzt knapp 42 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI verteuerte sich auf 40,76 Dollar.

Händler erklärten den Schub bei den Ölpreisen mit der Hoffnung auf eine baldige Begrenzung der Fördermenge. Wichtige Mitgliedsstaaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und Vertreter Russlands haben hierfür ein mit Spannung erwartetes Treffen am 17. April geplant.

Weiterhin kräftige Schwankungen zu erwarten

Zuletzt hatte der russische Energieminister Alexander Nowak die Hoffnung auf einen Erfolg des Treffens geäußert. Russland zählt zu den treibenden Kräften einer Förderbegrenzung. Der Verfall der Ölpreise im vergangenen Jahr macht der russische Wirtschaft schwer zu schaffen.

Auch wenn am Markt die Hoffnungen auf eine Übereinkunft bei den Treffen zum Wochenschluss derzeit überwiegen, rechnen Experten in den kommenden Handelstagen mit weiteren kräftigen Preisschwankungen am Ölmarkt. "Da ist eine Menge an Nervosität am Markt, was das Treffen am 17. April angeht", kommentierte Rohstoffexperte John Kilduff vom New Yorker Hedge Fonds Again Capital. 

Auch die nachlassende Furcht vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft stützt die Ölpreise. Unter anderem hatte sich die Rating-Agentur Moody's positiv zur deutschen Konjunktur geäußert. Die Experten sagten für 2016 eine leichte Beschleunigung des heimischen Wachstums auf 1,8 Prozent voraus.

Kursrückschläge jederzeit möglich

Äußerungen von Janet Yellen trugen ebenfalls zur positiven Stimmung bei. Die Fed-Chefin hatte in der Nacht zum Freitag gesagt, die Fortschritte der US-Konjunktur seien "zufriedenstellend". Die Wirtschaft sei auf einem "soliden Kurs". Anzeichen für Spekulationsblasen gebe es nicht.

Die Analysten der Investmentbank Jefferies warnten aber vor überzogenen Erwartungen an die Ölpreis-Entwicklung. Wegen der weltweiten Überproduktion seien Kursrückschläge jederzeit möglich. Wegen der Ölschwemme ist der Preis des "schwarzen Goldes" seit Mitte 2014 um etwa zwei Drittel eingebrochen. Am 17. April wollen die großen Exportländer über eine Begrenzung der Fördermengen diskutieren.

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