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Marktanteile von Volkswagen schrumpfen weiter


Konkurrenz holt auf  

Marktanteile von Volkswagen schrumpfen weiter

15.04.2016, 13:36 Uhr | dpa

Marktanteile von Volkswagen schrumpfen weiter. Exportwagen von Volkswagen in Bremerhaven. (Quelle: dpa)

Exportwagen von Volkswagen in Bremerhaven. (Quelle: dpa)

Die Automobilbranche befindet sich auf Erholungskurs. Doch das gilt nicht für Europas größten Autohersteller: Volkswagen hat weiter an Marktanteilen verloren.

Im Sog der Affäre um manipulierte Abgasmessungen büßte VW gegenüber der europäischen Konkurrenz ein. Die Wolfsburger konnten im März nur dank Zuwächsen bei den Töchtern den Absatz im Konzern um 2,6 Prozent steigern. Die Kernmarke VW dagegen verzeichnete laut Branchenverband Acea 1,6 Prozent Minus. Für die Region Westeuropa meldete VW-Pkw im abgelaufenen Monat einen Rückgang um zwei Prozent.

Stabiles Wachstum in der Branche

Niedrige Zinsen und der geringe Ölpreis beflügeln ansonsten die Autonachfrage in Europa weiter. Mit gut 1,7 Millionen Fahrzeugen seien in der Europäischen Union im März sechs Prozent mehr zugelassen worden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte Acea mit. Das Verkaufsvolumen sei nahe bei dem im Jahr 2007 erreichten Niveau, hieß es in Brüssel. Kurz danach hatte die Finanzkrise die Autoindustrie schwer getroffen.

Die Branche erholt sich zunehmend. Autoanalysten der Wirtschaftsberatung PwC halten das Wachstum in den großen mitteleuropäischen Märkten für stabil. "Die aufgestaute Nachfrage aus den Krisenjahren birgt großes Potenzial für weiteres Marktwachstum", sagt Christoph Stürmer von PwC Autofacts.

Daimler und BMW glänzen in Europa

In Italien sprangen die Neuzulassungen im März um 17,4 Prozent nach oben, Frankreich verzeichnete ein Plus von 7,5 Prozent. Auch Großbritannien legte zu (+5,3 Prozent). Deutschland (-0,04 Prozent) und Spanien (-0,7 Prozent) verzeichneten hingegen leichte Rückgänge.

Die deutschen Konkurrenten Daimler und BMW glänzen in Europa hingegen mit zweistelligen Zuwächsen. Bei den Stuttgartern lag das Plus bei 11,6 Prozent, die Münchner schlugen 15,3 Prozent mehr Fahrzeuge los.

Verkaufsplus in China, rückgängige Entwicklung in den USA

Auch in anderen Regionen der Welt zogen die Verkäufe wieder an. Dank staatlich verordneter Steuererleichterungen legte der chinesische Markt im März nach einem schwachen Februar um zwölf Prozent auf knapp zwei Millionen Fahrzeuge zu, wie der deutsche Branchenverband VDA mitteilte. Der VDA beruft sich auf Zahlen des Herstellerverbands CAAM, die auch Mini-Vans einschließen.

Anfang der Woche hatte der chinesische Händlerverband PCA ein Plus von 7,8 Prozent auf 1,92 Millionen Stück veröffentlicht - ohne Mini-Vans. Die seit Herbst geltenden Mehrwertsteuer-Erleichterungen für kleinere Motoren mit einem Hubraum von bis zu 1,6 Litern stützten die Verkäufe in China nach wie vor. Für das gesamte erste Quartal meldete der VDA ein Plus von neun Prozent.

In den USA entwickelte sich der Markt weniger positiv. Der Autoabsatz ging trotz zwei zusätzlicher Verkaufstage im März um sieben Prozent auf 667.000 Einheiten zurück. In Russland und Brasilien schwächte sich die Talfahrt im vergangenen Monat etwas ab. Trotzdem brachen die Verkäufe noch um 10 (Russland) und 23,4 Prozent (Brasilien) ein.

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