Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News >

Apple-Aktie nach Ausstieg von Star-Investor Icahn abgerutscht


Icahn zweifelt am China-Geschäft  

Aggressiver Star-Investor steigt bei Apple aus

30.04.2016, 10:43 Uhr | dpa , rtr

Apple-Aktie nach Ausstieg von Star-Investor Icahn abgerutscht. Berüchtigt: Star-Investor Carl Icahn. (Quelle: dpa)

Berüchtigt: Star-Investor Carl Icahn. (Quelle: dpa)

Star-Investor Carl Icahn ist berüchtigt für seine Art, sich bei Unternehmen einzukaufen und dann seinen Willen durchzusetzen. Bei Apple stieg der Milliardär jetzt aus - die Risiken in China waren ihm offenbar zu groß. Prompt rutschte die Apple-Aktie ab.

Der als aggressiv bekannte 80-Jährige hatte seit 2013 Apple-Papiere im Wert von mehreren Milliarden Dollar zusammengekauft und auf den Konzern Druck gemacht, Anteilseigner über Aktienrückkäufe und Dividenden stärker an den Milliardengewinnen zu beteiligen. Seine Investitionen bei dem Technologiekonzern hätten ihm einen Gewinn von rund zwei Milliarden Dollar eingebracht.

In der Vergangenheit hatte er sein Engagement bei dem iPhone-Produzenten aus dem Silicon Valley oft als etwas bezeichnet, das keiner Überlegung bedürfe. Der Erfolg von Apple scheint nun aber nicht mehr garantiert. Der Konzern verdiente im abgelaufenen Quartal zwar mit 10,6 Milliarden Dollar immer noch prächtig, doch zugleich erlitt er den ersten Umsatzrückgang seit 13 Jahren.

Konkurrenz und Behörden machen Ärger

Grund ist das unsicher gewordene Geschäft in China, dem zweitwichtigsten Markt für Apple. Dort brachen die Erlöse um mehr als ein Viertel ein. Die Konkurrenz wächst; der Konzern bekommt hier die Konjunkturabkühlung und die erstarkte Billigkonkurrenz einheimischer Anbieter wie Xiaomi, Lenovo und Huawei am stärksten zu spüren.

Gleichzeitig machen die chinesischen Behörden Ärger. Icahn befürchtet, sie könnten "einschreiten und es für Apple sehr schwierig machen, dort zu verkaufen". Vor kurzem war bekannt geworden, dass das Film- und E-Book-Angebot von Apple in China blockiert wurde. Die Regierung machte insgesamt deutlich, dass sie stärker gegen westlichen Einfluss vorgehen will.

Icahn setzt Apple unter Druck

Trotz der Probleme hatte Apple-Chef Tim Cook zuletzt angekündigt, er werde auch ungeachtet der aktuellen wirtschaftlichen Turbulenzen in China die Investitionen dort nicht zurückfahren. Er beurteilte die Lage in China im Widerspruch zu vielen Experten als stabiler.

Ein weiteres Problem von Apple ist die bisherige Cash Cow des Konzerns: Beim Kassenschlager iPhone ging der weltweite Absatz erstmals seit der Markteinführung 2007 zurück. Die Aktie fiel daraufhin unter die Marke von 100 Dollar. Am Donnerstag erhöhte sich während eines Interviews von Star-Investor Icahn mit dem TV-Sender CNBC der Druck, und die Aktie gab weitere zwei Prozent auf rund 95 Dollar nach.

Der 80-jährige Icahn ist berüchtigt für die Vorgehensweise, sich bei Unternehmen einzukaufen und dann Ausschüttungen oder eine Zerschlagung zu fordern. Er halte Apple weiterhin für ein "großartiges Unternehmen", das von Cook gut geführt werde, und er könne sich einen späteren Wiedereinstieg vorstellen, sagte Icahn im Fernsehen.

Bislang hatte er stets behauptet, Apple sei an der Börse unterbewertet. Die Aktie verlor in den vergangenen zwölf Monaten wegen der Sorge der Anleger um das zukünftige Wachstum gut ein Viertel ihres Werts. Apple ist an der Börse aktuell etwa 490 Milliarden Dollar wert - während der Konzern allein über Geldreserven von 233 Milliarden Dollar verfügt.


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
AnzeigeREIFENKONFIGURATOR

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal