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Konjunktur in Euro-Zone verdoppelt Wachstum


"Fulminanter Start" in 2016  

Konjunktur in Euro-Zone verdoppelt Wachstum

29.04.2016, 19:02 Uhr | rtr, dpa

Konjunktur in Euro-Zone verdoppelt Wachstum. Die europäische Wirtschaft ist zum Jahresstart deutlich stärker gewachsen als von Ökonomen vorausgesagt. (Quelle: imago images/Hoch Zwei)

Die europäische Wirtschaft ist zum Jahresstart deutlich stärker gewachsen als von Ökonomen vorausgesagt. (Quelle: Hoch Zwei/imago images)

Die Wirtschaft in der Euro-Zone hat einen "fulminanten Start" ins Jahr 2016 hingelegt. Nach der am Freitag erstmals veröffentlichten Schnellschätzung des Statistikamts Eurostat stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten drei Monaten um 0,6 Prozent. Das ist der kräftigste Zuwachs seit einem Jahr und deutlich mehr als das BIP-Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft USA. Euphorie halten Experten dennoch nicht für angebracht.

Die US-Wirtschaft kam nur auf ein Plus von rund 0,1 Prozent, da sie unter dem starken Dollar und der schwachen Weltkonjunktur leidet. Erste Daten zur Euro-Zone deuten derweil darauf hin, dass kauffreudige Verbraucher die Konjunktur angeschoben haben. "Nicht zuletzt die niedrige Inflation stützt den privaten Verbrauch", sagte der Europa-Chefvolkswirt der Nordea Bank, Holger Sandte.

Arbeitslosigkeit auf tiefstem Stand seit fünf Jahren

Ökonomen hatten ursprünglich nur mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet, nachdem es in den beiden Vorquartalen jeweils nur 0,3 Prozent waren. Die Konjunkturerholung drückt die Arbeitslosigkeit auf den tiefsten Stand seit fast fünf Jahren. Welche Faktoren genau zu dem Wachstum geführt haben, will Eurostat am 13. Mai erläutern.

Einen "fulminanten Start" nannte Commerzbank-Ökonom Christoph Weil die Entwicklung. "Das ist überraschend viel und deutlich über dem Trend", ergänzte Sandte. "Zudem hat sich das Wachstum - anders als in den USA und Großbritannien - zu Jahresbeginn beschleunigt." 

Die französische Wirtschaft wuchs im ersten Quartal um 0,5 Prozent, weil die Ausgaben der privaten Haushalte so stark zulegten wie seit 2004 nicht mehr. Spanien schaffte sogar ein Plus von 0,8 Prozent. Daten aus Deutschland werden ebenfalls erst für den 13. Mai erwartet.

"Vor Jubelstürmen sei gewarnt"

Trotz der jüngsten Zahlen halten Experten Euphorie allerdings für übertrieben. "Vor Jubelstürmen sei gewarnt", sagte Weil. "Das starke Plus ist teilweise auf Sonderfaktoren wie Kalendereffekte und den milden Winter zurückzuführen. Zudem muss sich die Verlässlichkeit dieser erstmals veröffentlichten Schätzung erst noch erweisen." 

Bislang hat Eurostat erst 45 Tage nach Quartalsende eine erste Wachstumszahl genannt, die endgültigen Daten folgten dann weitere 20 Tage später. Die Schnellschätzung soll nun schon rund 30 Tage nach Quartalsende veröffentlicht werden, kann aber später noch Revisionen nach sich ziehen. So wird es auch in den USA gehandhabt.

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