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Edeka sogt mit Plänen zum Stellenabbau für Empörung


"Schlag ins Gesicht der Beteiligten"  

Edekas Pläne zu Stellenabbau sorgen für Empörung

02.05.2016, 17:32 Uhr | AFP

Edeka sogt mit Plänen zum Stellenabbau für Empörung. Bei der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann könnten bei der Übernahme durch Edeka nach Medienberichten tausende Jobs wegfallen. (Quelle: imago images)

Bei der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann könnten bei der Übernahme durch Edeka nach Medienberichten tausende Jobs wegfallen. (Quelle: imago images)

Auf die angeblichen Pläne von Edeka, bei der Übernahme der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann zahreiche Stellen streichen zu wollen, haben Politiker verschiedener Parteien mit Empörung reagiert.

Die Überlegungen von Edeka seien ein "Schlag ins Gesicht der Beteiligten", sagte die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Gitta Connemann.  Die wettbewerbspolitische Sprecherin der Grünen, Katharina Dröge, sagte dem "Handelsblatt": "Ich hätte nicht erwartet, dass Edeka so kurzfristig Stellenstreichungen ankündigt und Gabriel damit vorführt." Das zeige, wie naiv es von dem Bundeswirtschaftsminister (SPD) gewesen sei, zu glauben, man könne Edeka daran hindern, Mitarbeiter zu entlassen.

Stellenstreichungen stehen im Widerspruch zu Auflagen

Gabriel hatte für die Übernahme der Kaiser's-Tengelmann-Filialen im März eine Ministererlaubnis erteilt und damit ein Nein des Bundeskartellamts überstimmt. Die Erlaubnis ist allerdings mit harten Auflagen verbunden und kann bei Verstößen wieder zurückgezogen werden. Voraussetzung sind unter anderem Tarifverträge mit Verdi und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), mit denen so gut wie alle 16.000 Jobs bei Kaiser's Tengelmann vorerst gesichert werden.

Über den beabsichtigten Stellenabbau hatten die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" ("WAZ) und das "Handelsblatt" berichtet. Dabei beriefen sie sich auf Informationen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die derzeit mit Edeka Tarifverträge aushandelt.

Supermärkte sollen umgewandelt werden

Demnach sollen in Nordrhein-Westfalen mehr als ein Drittel der Arbeitsplätze wegfallen. Edeka wolle das Dienstleistungszentrum in Mülheim komplett schließen und den 424 Mitarbeitern dort keine Weiterbeschäftigung anbieten. Von den 129 Kaiser's-Tengelmann-Filialen in NRW sollten 61 auf das Format des Edeka-Discounters Netto umgestellt werden. 29 würden nach den Plänen in eine eigenständige GmbH der Edeka übergeleitet. Für die Beschäftigten in den restlichen Filialen biete Edeka keine Arbeitsplätze an.

Den Berichten zufolge sollen nach den Edeka-Plänen zudem die Regionalverwaltung und das Logistikzentrum in Viersen geschlossen werden. Nur für 50 Prozent der Beschäftigten werde ein Ersatzarbeitsplatz angeboten. Edeka wollte sich nicht zum Stand der Tarifverhandlungen äußern und verwies auf laufende Verhandlungen.

Eine Einigung mit Verdi und NGG sei jedoch "nicht in Sicht", zitierte das "Handelsblatt" einen Betriebsrat, der an den Verhandlungen zwischen Edeka und Verdi teilnimmt. Die Positionen seien weit voneinander entfernt.

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