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Goldpreis steigt auf höchstes Niveau seit Januar 2015 - schwacher US-Dollar stützt

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Schwacher Dollar stützt  

Goldpreis steigt auf höchstes Niveau seit Januar 2015

02.05.2016, 17:15 Uhr | Tobias Schmidt, dpa-AFX, t-online.de

Goldpreis steigt auf höchstes Niveau seit Januar 2015 - schwacher US-Dollar stützt. Hier liegt ein kleines Vermögen - in Goldbarren. Der Goldpreis steigt wieder. (Quelle: dpa)

Hier liegt ein kleines Vermögen - in Goldbarren. Der Goldpreis steigt wieder. (Quelle: dpa)

Das Edelmetall Gold macht wieder von sich reden. Am Montag überschritt der Goldpreis erstmals seit 15 Monaten wieder die Marke von 1300 Dollar. Gold gilt als sicherer Hafen in turbulenten Zeiten, doch auch in vergleichsweise ruhiger See ist das Edelmetall neuerdings gefragt. 

In den vergangenen drei Jahren schien Gold seinen Glanz verloren zu haben. Der Preis für das Edelmetall fiel allen Krisen zum Trotz immer weiter. Doch jetzt feiert der Goldpreis möglicherweise ein Comeback.

Goldpreis knackt 1300-Dollar-Marke

Seit Jahresbeginn legt der Preis für das Edelmetall wieder deutlich zu, seit Tagen geht es besonders steil bergauf. Am Montag kostete Gold wieder so viel wie seit über einem Jahr nicht mehr. t-online.de hatte hier Ende November 2015 gemutmaßt, dass ein guter Zeitpunkt für Gold-Käufe gekommen sei. Auch Kleinanleger und Münzliebhaber haben das Gold seitdem wieder für sich entdeckt. Aber Vorsicht ist geboten, sagen Experten.

Gold ist nun so teuer wie seit Januar 2015 nicht mehr. Nach einem Zwischen-Tief im Herbst 2015 bei 1050 Dollar, zog der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) heute zeitweise wieder auf über 1300 US-Dollar an. Im Finanz-Jargon ist von einer "psychologisch wichtigen Schwelle" die Rede. "Institutionelle Anleger wie Hedge Fonds dürften sich jetzt wieder stärker für Gold interessieren", sagt Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Geschäftsführer des Goldhändlers Degussa. Das könnte den Preis demnächst noch weiter nach oben treiben.

Schwacher Dollar verteuert Gold

Bemerkenswert: Der Goldpreis steigt ohne Turbulenzen an den Finanzmärkten. Von Börsenverwerfungen keine Spur, die Anleger handeln nicht aus Panik. Experten sind sich stattdessen einig: Der Hauptgrund für die Gold-Rally ist der schwache Dollar.

Die amerikanische Währung hat zuletzt zu vielen anderen wichtigen Währungen nachgegeben. Im Gegenzug steigt der Euro - auf ein Niveau wie zuletzt im August (vgl. EUR/USD-Chart). Ein schwacher US-Dollar treibt den Goldpreis, weil das Edelmetall vor allem in Dollar gehandelt wird. Dadurch wird es außerhalb der USA billiger, die Nachfrage steigt.

Auch auf Euro-Basis verteuerte sich Gold wieder. Nachdem der Preis für eine Feinunze Ende November deutlich unter die 1000-Euro-Marke rutschte, notiert das Edelmetall nun wieder bei 1130 Euro. 

US-Wirtschaft kommt nicht in die Gänge

Dass der Dollar so schwach ist, liegt vor allem an der zuletzt etwas lahmenden US-Wirtschaft. Im Winterquartal ist die so wenig gewachsen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die US-Unternehmen halten sich mit Investitionen und die sonst so konsumfreudigen Amerikaner mit dem Geldausgeben zurück.

Dass der Konjunkturmotor unerwartet schwach brummt, spricht auch gegen eine baldige Anhebung der Leitzinsen in den USA. Inzwischen gilt es an den Finanzmärkten als zweifelhaft, dass die Notenbank Fed in diesem Jahr überhaupt noch an der Zinsschraube dreht. Denn höhere Zinsen könnten die Konjunktur abwürgen - und Fed-Chefin Janet Yellen hat sich in der Vergangenheit als sehr vorsichtige Notenbankerin erwiesen.

Die niedrigen Zinsen aber treiben den Goldpreis zusätzlich. Denn je weniger Zinsen die Investoren für andere Anlageformen bekommen, umso höher ist der Anreiz, in Gold zu investieren. Das Edelmetall wirft zwar keine Zinsen ab, lockt aber mit dem Versprechen nach Sicherheit und Wertsteigerung. Das gilt umso mehr, da die Zinsen beispielsweise im Euroraum und in Japan wegen der dort besonders lockeren Geldpolitik teilweise sogar negativ sind.

Prägekosten als Aufschlag auf den Goldpreis

Gold ist daher nicht nur bei Finanzprofis wieder beliebt. Ob als Geschenk, als Sammlerstück oder als Sparschwein-Ersatz: "Goldmünzen erfreuen sich aktuell großer Beliebtheit", sagt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank.

Doch besonders Kleinanleger und Münzliebhaber sollten sich ein gesundes Maß an Skepsis bewahren. Zum einen ist der Preis für Goldmünzen und Mini-Barren aufgrund der Kosten für die Prägung und wegen der kleinen Stückelung im Verhältnis zum bloßen Materialwert eher hoch. Außerdem warnen Experten, der hohe Preis werde bereits durch Profi-Spekulanten nach oben getrieben. Es könnte also auch bald schon wieder bergab gehen. 

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