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Korean-Air-Chef beleidigt seine Piloten


"Darüber würde ein Hund lachen"  

Korean-Air-Chef beleidigt seine Piloten

04.05.2016, 17:04 Uhr | AFP

Korean-Air-Chef beleidigt seine Piloten. Verbale Entgleisungen scheinen bei den Chos in der Familie zu liegen - erst fiel die Tochter von Korean-Air-Boss Cho Yang Ho unangenehm auf, jetzt der Chef persönlich. (Quelle: dpa)

Verbale Entgleisungen scheinen bei den Chos in der Familie zu liegen - erst fiel die Tochter von Korean-Air-Boss Cho Yang Ho unangenehm auf, jetzt der Chef persönlich. (Quelle: dpa)

Ein Flugzeug fliegen - "einfacher als Autofahren", findet zumindest der Südkoreaner Cho Yang Ho. Und kommentiert die Äußerungen eines Piloten der Korean Air über die Anforderungen an seine Zunft mit einem abfälligen "bilden Sie sich nichts ein". Das Brisante daran - Cho ist der Chef der Korean Air.

Auslöser für die verächtlichen Bemerkungen in sozialen Netzwerken war die Argumentation des Piloten für mehr Gehalt. Der Chef der Fluggesellschaft ließ daraufhin bei Facebook wissen, dass die Autopilot-Technologie das Fliegen extrem vereinfacht habe. Auf die von dem Piloten angeführten komplexen Kontrollaufgaben vor dem Start antwortete Cho: "Darüber würde ja sogar ein Hund lachen. Sie tun gerade so, als ob Sie Lindbergh wären und den Atlantik überquert hätten." 

Das kam gar nicht gut an bei den Piloten von Korean Air, die sich mit der Unternehmensführung ohnehin schon lange über die künftige Bezahlung streiten. Die Gewerkschaft reichte daher Klage wegen Beleidigung ein. Ein Sprecher der Fluggesellschaft nannte die Klage "unverantwortlich".

Tochter war wegen Nuss-Eklat aufgefallen

Korean Air hatte schon im vergangenen Jahr mit einem skurrilen Rechtsstreit für Schlagzeilen gesorgt. Chos älteste Tochter Cho Hyun Ah, damals Vizechefin des Unternehmens, hatte im Dezember 2014 an Bord eines Flugs von New York nach Seoul mit einem Wutanfall darauf reagiert, dass ihr in der ersten Klasse Macademia-Nüsse in der Tüte statt in einer Schale serviert worden waren.

Cho Hyun Ah bedrohte und beschimpfte die Stewardess und deren Chef und beorderte die Maschine zum Terminal zurück, um den Chefsteward des Flugzeugs zu verweisen. Wegen ihres Verhaltens wurde sie zu einer Haftstrafe verurteilt, die später in eine Bewährungsstrafe umgewandelt wurde. Ihren Posten bei der Airline gab sie auf.

Vater Cho wiederum hatte erst am Dienstag dieser Woche für Aufregung gesorgt, als er als Chef des Organisationskomitees für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang 2018 zurücktrat. Er führte dafür dringend zu regelnde Probleme bei der Reederei Hanjing Shipping an. Sie gehört ebenso wie Korean Air zu Chos Mega-Konzern Hanjin Group.

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