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Wirtschaft: Lkw-Maut wird Mitte 2018 auf alle Bundesstraßen ausgeweitet


Ab 1. Juli 2018  

Lkw-Maut wird Mitte 2018 auf alle Bundesstraßen ausgeweitet

11.05.2016, 11:48 Uhr | dpa-AFX

Wirtschaft: Lkw-Maut wird Mitte 2018 auf alle Bundesstraßen ausgeweitet. Die Lkw-Maut soll auf alle Bundesstraßen ausgeweitet werden. (Quelle: dpa)

Die Lkw-Maut soll auf alle Bundesstraßen ausgeweitet werden. (Quelle: dpa)

Um ein paar Euro zu sparen, umfahren viele Laster Autobahnen und vierspurige Bundesstraßen. Damit soll ab 2018 Schluss sein: Dann gilt die Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen. Etliche Städte werden aufatmen.

Mit dem von der Bundesregierung beschlossenen Gesetzentwurf sollen Verkehrsströme besser gelenkt und die Staatskassen mit zusätzlichen Einnahmen von bis zu zwei Milliarden Euro im Jahr gefüllt werden.

130.000 mautpflichtige Fahrzeuge mehr

Nach dem Regierungsentwurf sollen ab 1. Juli 2018 alle Bundesstraßen für Lkw mautpflichtig werden. Das sind rund 40.000 zusätzliche Kilometer. Die Zahl der mautpflichtigen Fahrzeuge von zuletzt 1,6 Millionen dürfte damit um etwa 130.000 zunehmen.

"Mit der Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen vollziehen wir den Systemwechsel von einer Steuer- hin zu einer Nutzerfinanzierung unserer Verkehrsinfrastruktur", sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). "Die Mauteinnahmen fließen direkt und dauerhaft in deren Erhalt und Ausbau."

Bisher nur Autobahnen und vierspurige Bundesstraßen

Bisher wird die Nutzungsgebühr für Lastwagen ab 7,5 Tonnen auf den auf rund 13.000 Kilometern Autobahnen und auf 2300 Kilometern autobahnähnlichen Bundesstraßen kassiert. Die Mautpflicht für Lkw zwischen 7,5 und 12 Tonnen gilt bereits seit Oktober 2015.

Spätestens bis Ende 2017 soll geprüft werden, ob die Maut auch auf kleinere Lkw ab 3,5 Tonnen sowie auf Fernbusse ausgedehnt werden sollte. Eine "Handwerkermaut" für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen ist allerdings schon jetzt umstritten.

Bundesländer sollen profitieren

Die Einnahmen von zuletzt rund 4,5 Milliarden Euro fließen bisher allein an den Bund. Profitieren sollen nun aber auch die Länder: Da etwa acht Prozent des Netzes nicht in Bundeszuständigkeit liegen - vor allem Ortsdurchfahrten -, sollen dortige Einnahmen nach Abzug von Systemkosten den jeweiligen Ländern ausgezahlt werden.

Die Ausdehnung der Lkw-Maut war lange umstritten. Die SPD war dafür, um mehr Geld in den Straßenbau stecken zu können. Teile der Union warnten vor zusätzlichen Belastungen von Unternehmen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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