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A400M: Airbus ruft Transportflieger zurück


Wieder Probleme beim A400M  

Airbus ruft Transportflieger wegen Rissen im Rumpf zurück

14.05.2016, 13:22 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

A400M: Airbus ruft Transportflieger zurück. Risse im Rumpf des A400M verzögern die Auslieferung der Bundeswehr-Transportflugzeuge. (Quelle: dpa)

Risse im Rumpf des A400M verzögern die Auslieferung der Bundeswehr-Transportflugzeuge. (Quelle: dpa)

Die Serie an technischen Problemen beim Bundeswehr-Transportflugzeug A400M nimmt kein Ende. Wegen Rissbildung am Rumpf will der Hersteller Airbus verschiedene Bauteile austauschen, teilte das Verteidigungsministerium dem Haushaltsausschuss des Bundestags mit.

"Dieser Austauschvorgang - isoliert betrachtet - könnte nach Angaben der Firma bis zu sieben Monate dauern", heißt es in dem Schreiben. Darin bestätigt das Ministerium auch erstmals schriftlich, dass es wegen möglicher weiterer Verzögerungen nach einer Übergangslösung als Ersatz für die A400M sucht.

"Seifenoper mit täglich schlechten Nachrichten"

Die Rissbildung war zwar schon vor zwei Wochen bekannt geworden. Wie Airbus damit umgehen wird, war bislang aber unklar.

Die Probleme zeigten, "dass das BMVg (Verteidigungsministerium, Anm. d. Red.) mit seinen Überlegungen zur Überbrückung einer möglicherweise mittelfristig eintretenden Fähigkeitslücke den richtigen Weg eingeschlagen hat", heißt es in dem Schreiben.

Die Bundeswehr hatte die ersten A400M im Dezember mit jahrelanger Verspätung erhalten. Inzwischen sind drei Exemplare übergeben. Insgesamt hat Deutschland 53 der Transportflieger bestellt. Die neuen Turboprop-Maschinen sollen die bis zu 47 Jahre alten "Transall"-Transporter (C-160) ablösen.

Der Grünen-Rüstungsexperte Tobias Lindner erklärte dazu: "Inzwischen entwickeln sich die Neuigkeiten beim A400M zu einer Seifenoper mit täglich schlechten Nachrichten." 

Ein Unternehmenssprecher sagte, bei dem Problem handele es sich "um eine Aluminium-Legierung, die ein vorher unbekanntes Materialverhalten an den Tag legt". Das Thema beeinträchtige weder die Flugsicherheit noch die Einsatzfähigkeit der A400M-Flotte. Eine Lösung werde "im Rahmen der nächsten Wartungsintervalle implementiert".

Milliardenschwere Kostenexplosion

Das A400M-Programm ist seit Jahren von Verzögerungen und milliardenschweren Kostenexplosionen gekennzeichnet. Zuletzt wurden bei dem Flugzeug gravierende Triebwerksprobleme entdeckt. Die Schwierigkeiten gefährden inzwischen die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr: Weil 2021 das letzte Exemplar des aus den 60er Jahren stammenden Transportflugzeuges Transall ausgemustert werden soll, "werden mögliche weitere Verzögerungen im A400M-Programm zu nicht mehr kompensierbaren Fähigkeitslücken führen", warnte das Ministerium jüngst in einem vertraulichen Rüstungsbericht. Die weitere Auslieferung der Flugzeuge sei wegen "der hohen Anzahl der durch den Hersteller zu vertretenden gravierenden Risiken" nicht mehr zuverlässig planbar.

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