Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News >

VW-Vorstand Andreas Renschler kassierte Millionen fürs Nichtstun

Lukrativer Job  

VW-Vorstand kassierte Millionen fürs Nichtstun

16.05.2016, 12:04 Uhr | asc, Spiegel Online

VW-Vorstand Andreas Renschler kassierte Millionen fürs Nichtstun. Andreas Renschler vom Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge bei Jahrespressekonferenz von Volkswagen Ende April. (Quelle: imago images)

Andreas Renschler vom Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge bei Jahrespressekonferenz von Volkswagen Ende April. (Quelle: imago images)

Volkswagen-Manager Andreas Renschler hat laut einem Zeitungsbericht horrende Summen erhalten - ohne dafür zu arbeiten. Und später soll ihm der Konzern 60.000 Euro Rente im Monat zahlen.

Anfang 2014 verließ Andreas Renschler seinen langjährigen Arbeitgeber Daimler und wechselte als Lkw-Vorstand zu Volkswagen. Seinen Job bei VW durfte der Top-Manager aufgrund eines Wettbewerbsverbots jedoch erst im Februar 2015 antreten.

In der Zwischenzeit hat Renschler von Volkswagen laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" (BamS) Millionen fürs Nichtstun erhalten - und zusätzlich Anspruch auf eine außergewöhnlich hohe Volkswagen-Rente erworben.

Für das Jahr 2014, in dem er nur einen Monat arbeitete, erhielt er von Daimler 742.000 Euro. Weil der damalige VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ihn unbedingt haben wollte, so heißt es dem Bericht zufolge im Aufsichtsrat, zahlte ihm VW 11,5 Millionen Euro als Extraprämie für den Wechsel und weil er während der einjährigen Pause weniger als sonst verdiente.

Renschler selbst äußerte sich laut "BamS" nicht zu seinem Vertrag. Seine Sprecherin erklärte auf Anfrage, bei der Zahlung von 11,5 Millionen Euro handele es sich um "eine Kompensation von verlorengegangenen Ansprüchen" durch den Wechsel zu VW. Um welche Ansprüche es sich dabei konkret handele, wollte sie nicht sagen.

Dem Zeitungsbericht zufolge hat Renschler auch eine besondere Pensionsregelung ausgehandelt. Der 58-Jährige darf bereits mit 62 Jahren und damit ein Jahr früher als seine Vorstandskollegen mit vollen Bezügen in Rente gehen. Dann hat er Anspruch auf 70 Prozent seines Fixgehalts, das derzeit bei gut einer Million Euro liegt.

So kommt Renschler nach nur fünf VW-Jahren auf eine monatliche VW-Rente von rund 60.000 Euro, die er zusätzlich zu seiner Daimler-Altersversorgung erhält.

"Er hat gut verhandelt", heißt es in Wolfsburg, "für einen Top-Manager muss man nun mal viel Geld hinblättern."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaTV jetzt 1 Jahr inklusive erleben!*
hier Angebot sichern
Anzeige
30% auf alle bereits reduzierten Artikel!
bei TOM TAILOR
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal