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Auch Norwegen will Volkswagen wegen Abgas-Skandal verklagen


Wegen Abgasmanipulationen  

Auch Norwegen will Volkswagen verklagen

16.05.2016, 14:34 Uhr | dpa, rtr, AFP

Auch Norwegen will Volkswagen wegen Abgas-Skandal verklagen. Viele institutionelle Anleger haben bereits Klage gegen Volkswagen eingereicht. (Quelle: dpa)

Viele institutionelle Anleger haben bereits Klage gegen Volkswagen eingereicht. (Quelle: dpa)

Der norwegische Staatsfonds NBIM will den Autobauer Volkswagen wegen millionenschwerer Aktienverluste im Abgasskandal verklagen. Die Anwälte hätten dem weltgrößten Staatsfonds zu diesem Schritt geraten, sage eine Sprecherin und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Financial Times".

"Das VW-Management hätte über die Manipulationssoftware Bescheid wissen müssen", sagte Fonds-Manager Petter Johnsen der "Financial Times": "Als Investor ist es unsere Verantwortung, die Anteile des Fonds an Volkswagen zu beschützen."

Fonds verlor Hunderte Millionen Euro

Dem Bericht zufolge wurde VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch über die Klage informiert. Ein Sprecher des Autobauers wollte den Vorgang zunächst nicht kommentieren.

Der staatliche Pensionsfonds hält rund 1,64 Prozent stimmberechtigte Anteile an Volkswagen und ist laut dem Finanznachrichtendienst Bloomberg der viertgrößte Aktionär bei dem Autobauer.

Wegen der Kursverluste der VW-Aktie hat der Fonds, der seine sich aus Einnahmen aus der Öl- und Gasförderung speist und den Wohlstand für zukünftige Generationen sichern soll, Hunderte Millionen Euro verloren.

Mit seinem Marktwert von rund 750 Milliarden Euro ist er der weltgrößte Fonds seiner Art. Norwegen hält über den Fonds weltweit Anteile an rund 9000 Unternehmen.

VW drohen Milliardenstrafen

Die Norweger hatten auch zuvor mehrmals die Aufarbeitung der Krise kritisiert. Wegen des Abgas-Skandals haben bereits zahlreiche institutionelle Anleger Klage gegen Volkswagen eingereicht, darunter eine Tochter der Allianz. Auch in den USA laufen mehrere Gerichtsverfahren. Dem Autobauer drohen Milliardenstrafen. Wegen der Affäre fuhr der Konzern 2015 den größten Verlust seiner Geschichte ein.

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