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Eklat in Abgas-Affäre: Fiat brüskiert Bundesregierung


Eklat in Abgas-Affäre  

Autohersteller Fiat brüskiert Bundesregierung

20.05.2016, 08:13 Uhr | dpa, AFP

Eklat in Abgas-Affäre: Fiat brüskiert Bundesregierung. Abgas-Skandal: Der italienische Autohersteller Fiat lässt einen Besprechungstermin im Bundesverkehrsministerium platzen. (Quelle: dpa)

Abgas-Skandal: Der italienische Autohersteller Fiat lässt einen Besprechungstermin im Bundesverkehrsministerium platzen. (Quelle: dpa)

Eklat im Verkehrsministerium: Der italienische Automobilhersteller Fiat Chrysler hat einen Termin zur Aufarbeitung der Abgas-Affäre platzen lassen. Das teilte das Ministerium mit. 

Fiat habe in einem Anwaltsschreiben mitgeteilt, alleine italienische Behörden seien für die Frage zuständig, ob Fiat-Fahrzeuge die europarechtlichen Abgas-Vorschriften einhalten. Zuvor hatten darüber "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR sowie die "Welt" berichtet.

Minister kritisiert Fiat scharf

Verkehrsminister Alexander Dobrindt kritisierte den Hersteller scharf: "Dieses unkooperative Verhalten von Fiat ist völlig unverständlich." Die Untersuchungskommission habe Zweifel, ob bei Fiat die Typgenehmigungsvorschriften eingehalten worden seien. Von einem Fiat-Sprecher gab es keinen Kommentar dazu.

Das Kraftfahrtbundesamt werde nun Unterlagen mit Messergebnissen an die zuständige italienische Behörde weiterleiten, erklärte Dobrindt. "Die italienischen Behörden müssen prüfen, ob die Vorschriften eingehalten wurden."

Autohersteller unter Druck

Weite Teile der Autobranche stehen derzeit wegen erhöhter Abgaswerte von Dieselfahrzeugen massiv unter Druck. Auslöser war der Abgasskandal bei VW. Volkswagen hatte mit einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert. Daraufhin hatte Dobrindt Nachmessungen auch bei Modellen anderer Hersteller angeordnet.

Erst am Mittwoch hatte sich Dobrindt angesichts von Manipulationsvorwürfen mit Vertretern von Opel getroffen. Er kündigte danach erneute Untersuchungen der Modelle Zafira und Astra an. Die Deutsche Umwelthilfe hatte nach eigenen Angaben ermittelt, dass diese Modelle die Abgas-Reinigung in unerlaubtem Maße herunterregeln. Dobrindt hatte erklärt, dass es bei der rechtlichen Bewertung der Abschalteinrichtungen Unterschiede gebe und Zweifel geäußert, ob Opel regelkonform gehandelt habe. Opel betont, das Unternehmen habe keine illegale Software eingesetzt.

Die Deutsche Umwelthilfe will nun gegen Opel vor Gericht ziehen. Die Umweltschutzorganisation werde kommende Woche vor dem Landgericht Darmstadt Klage wegen Verbrauchertäuschung einreichen, sagte Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch der Deutschen Presse-Agentur.

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