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Griechenland-Krise: IWF geht auf Konfrontationskurs mit Deutschland


Griechenland-Krise  

IWF auf Konfrontationskurs mit Deutschland

24.05.2016, 13:18 Uhr | dpa-AFX

Griechenland-Krise: IWF geht auf Konfrontationskurs mit Deutschland. Akropolis in Athen: Griechenlands Schulden wachsen weiter. (Quelle: dpa)

Akropolis in Athen: Griechenlands Schulden wachsen weiter. (Quelle: dpa)

Die Griechenland-Gespräche zwischen den Mitgliedern der Eurogruppe gehen in ihre entscheidende Phase. Im Vorfeld hat der Internationale Währungsfonds (IWF) Meinungsunterschiede mit Deutschland bekräftigt. Die Schuldenlast Griechenlands sei nicht nachhaltig, das Land brauche Schuldenerleichterungen, heißt es in einer vorläufigen Nachhaltigkeitsanalyse des IWF. Deutschland lehnt das ab.

Den IWF-Berechnungen zufolge würde Griechenlands Schuldenlast ohne weitere Erleichterungen 174 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis 2020 erreichen. Im Jahr 2060 gingen in Griechenland fast 60 Prozent der Wirtschaftsleistung allein für den Schuldendienst drauf. Die Schuldenlast läge dann bei 260 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, weil die günstigen Hilfskredite der öffentlichen Hand durch Darlehen zu Marktkonditionen ersetzt werden müssten. Der IWF betonte, die Analyse sei bisher nicht vom Vorstand abgesegnet. 

Längere Laufzeiten, eingefrorene Zinsen

Der IWF schlägt vor, die Laufzeiten der Griechenland-Kredite deutlich zu verlängern sowie Zins und Tilgung noch weiter zu stunden. In der Studie des IWF heißt es, das Land brauche einen tiefen Schuldenschnitt, der eine substanzielle Erleichterung bis ins Jahr 2040 verschaffe. Dies sei "essenziell, um ein starkes und glaubwürdiges Signal an die Märkte hinsichtlich des Engagements der institutionellen Gläubiger auszusenden".

Der Zinssatz müsse bei 1,5 Prozent eingefroren werden. Ferner müsse Griechenland weiter sparen. "Das Rentensystem ist nicht bezahlbar und nicht nachhaltig", heißt es in dem Papier.

Staatspleite droht mal wieder

Bei den Griechenland-Gesprächen der Eurogruppe an diesem Dienstag geht es unter anderem um die Frage, ob der IWF sich am jüngsten Hilfspaket in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro beteiligt. Griechenland braucht bis zum Sommer frisches Geld, sonst droht die Staatspleite.

Allein im Juli muss Griechenland zusammen 3,67 Milliarden Euro an den IWF, die Europäische Zentralbank (EZB) und andere Gläubiger zurückzahlen. Das Geld fehlt aber zur Zeit in den Staatskassen. In der Debatte ist ein hoher Auszahlungsbetrag in der Spanne von neun bis elf Milliarden Euro. 

Das Reizthema Griechenland soll noch vor dem G7-Gipfel der großen Industriestaaten vom Tisch. Bei dem am Donnerstag beginnenden Treffen in Japan wollen sich Europas führende Vertreter nicht wie im vergangenen Jahr Kritik internationaler Partner anhören, dass sie die Schuldenprobleme der Eurozone nicht im Griff haben.

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