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EZB und BNP warnen: AfD, FPÖ und Co. kosten Europa Milliarden


Anleger fürchten Instabilität  

Rechtspopulisten kosten Europa Milliarden

25.05.2016, 13:40 Uhr | vd, t-online.de

EZB und BNP warnen: AfD, FPÖ und Co. kosten Europa Milliarden. Die Erfolge europäischer Rechtspopulisten verunsichern die Märkte. (Quelle: dpa)

Die Erfolge europäischer Rechtspopulisten verunsichern die Märkte. (Quelle: dpa)

Rechtspopulistische Parteien feiern Erfolge in ganz Europa - mit drastischen Konsequenzen für die Wirtschaft. Investoren haben bereits Milliarden aus der Union abgezogen. Es droht ein Klima der Angst, das langfristig die gesamte Währungsunion gefährden kann.

Wie die "Welt" berichtet, warnt die Europäische Zentralbank (EZB) eindringlich vor einer Destabilisierung der Finanzmärkte: "Die zunehmende Unterstützung für die populistischen politischen Parteien führt möglicherweise zu einer Verzögerung wichtiger Finanz- und Strukturreformen", so die Währungshüter in einem jüngst veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht.

Europäische Länder würden für Investoren riskanter - politische Unsicherheiten sind am Markt nicht gerne gesehen. Die Folge: Anleihen werden abgezogen. "Es gibt einen sehr gut dokumentierten Zusammenhang zwischen schwacher Konjunktur und Populismus", so ING-DiBa-Chefökonom Carsten Brzeski in dem "Welt"-Interview.

Möglicherweise kommt die Warnung zu spät: Allein seit Jahresanfang hätten Geldverwalter aus EU-Indexfonds bereits 19,7 Milliarden Euro abgezogen, so die "Welt". Die französische Bank BNP Paribas warnt, dass nicht nur schnelllebige Indexfonds verkauft, sondern auch EU-Anleihen abgestoßen werden. Auf das Jahr hochgerechnet entsteht nach einer Berechnung des Geldhauses ein Schaden von einer halben Billion Euro.

Selbst der Euro leidet unter den Erfolgen der Populisten: Die Währung steht auf dem niedrigsten Stand seit zwei Monaten, EU-Dividendenpapiere liegen deutlich hinter ihren amerikanischen Konkurrenten zurück. US-Anleihen sind für Investoren derzeit offenbar die bessere Wahl - auch wenn dort ein ähnliches Szenario droht.

Trump laufen die Großspender davon

Denn die Vorwahlerfolge des Populisten Donald Trump erschrecken die US-Wirtschaft. Wie "Spiegel Online" berichtet, wenden sich bekannte Großspender schon vor seiner offiziellen Präsidentschaftskandidatur von Trump ab. Der Grund ist der gleiche, der auch Investoren aus Europa vertreibt: Radikale Rhetorik verschreckt Anleger. Denn statt politischer Stabilität befürchten sie unter einem US-Präsidenten wie Trump genau das Gegenteil. 

In den USA zeichnet sich nun ein historischer Seitenwechsel ab: Bekannte Parteispender und Wirtschaftsverbände wenden sich von den Republikanern ab und unterstützen die Demokratin Hillary Clinton. Ein Novum - traditionell unterstützt die Wirtschaft die Republikaner. Stattdessen haben sich laut einer Befragung der "Financial Times" bereits die Hälfte der US-Interessenverbände von Trump abgewendet. Sie repräsentieren fast 100.000 Konzerne und galten bislang als stramm republikanisch

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