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Volkswagen plant offenbar Bau von Batteriefabrik - wegen E-Auto-Zukunft


Für bis zu zehn Milliarden Euro  

Volkswagen plant angeblich Bau einer eigenen Batteriefabrik

27.05.2016, 17:51 Uhr | rtr, dpa

Volkswagen plant offenbar Bau von Batteriefabrik - wegen E-Auto-Zukunft. Autostadt und VW-Werk in Wolfsburg: In der Nähe könnte eine gigantische Batteriefabrik für die E-Auto-Zukunft entstehen. (Quelle: dpa)

Autostadt und VW-Werk in Wolfsburg: In der Nähe könnte eine gigantische Batteriefabrik für die E-Auto-Zukunft entstehen. (Quelle: dpa)

Volkswagen denkt offenbar über den Bau einer eigenen Batteriefabrik nach, um Elektroautos zum Durchbruch zu verhelfen. Ein solches Werk zur Fertigung von Batteriezellen könnte bis zu zehn Milliarden Euro kosten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Konzernkreisen. Ein möglicher Standort sei Salzgitter. 

Man wolle gewappnet sein, wenn künftig ein signifikanter Anteil der Fahrzeuge mit Elektroantrieb verkauft werde, sagte ein Insider. Es sei "eine naheliegende Schlussfolgerung", dass eine solche Fabrik dann in der Nähe von Wolfsburg gebaut würde.

Elektromobilität im Zentrum der VW-Zukunft

Eine Entscheidung sei aber noch "Lichtjahre entfernt", sagte die Person. "Wir sind noch nicht soweit, dass wir über konkrete Investitionen und Standorte diskutieren." Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet, im VW-Management neige sich die Stimmung in Richtung eigener Fertigung, um von asiatischen Herstellern unabhängig zu sein.

Volkswagen äußerte sich nicht dazu. "Grundsätzlich gilt: Wir haben die Elektromobilität in die Mitte des Konzerns geholt und umfangreiche Kompetenzen aufgebaut", sagte ein Sprecher. Über die Baukästen sei VW in der Lage, bei Bedarf bis zu 40 verschiedene Fahrzeugmodelle mit alternativen Antrieben auszurüsten.

Die niedersächsische Landesregierung lehnte einen Kommentar ab. Es gebe zwar Diskussionen, "aber da ist überhaupt nichts spruchreif", sagte eine Sprecherin. Das Land ist zweitgrößter Anteilseigner von Volkswagen. Die Volkswagen-Aktie gibt am Freitag leicht nach. 

Pläne für die Zeit nach dem Diesel-Skandal

Die Bundesregierung plädiert einem Zeitungsbericht zufolge für eine Batteriezellenfabrik in Deutschland. "Von der Forschung bis zur Automobilherstellung haben wir alles hier. Was fehlt ist die Zellproduktion", zitierte der "Tagesspiegel" Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft. Die Batteriezelle sei entscheidend für die Attraktivität des Endprodukts Elektroauto. Er rechne schon bald mit einer unternehmerischen Entscheidung.

Volkswagen-Chef Matthias Müller will Mitte Juni seine Pläne für die Zeit nach dem Diesel-Skandal präsentieren. Dabei spielt die Elektromobilität eine große Rolle. Denn der Dieselantrieb, auf den Volkswagen und die anderen deutschen Autobauer gesetzt haben, gerät zusehends in Misskredit.

Dazu hat vor allem der Abgasbetrug von VW beigetragen. Aber auch andere Hersteller sind wegen hoher Abgaswerte in die Kritik geraten. Die Hersteller stemmen sich gegen einen Vertrauensverlust, weil der Diesel ihnen bei der Erfüllung der Klimaziele helfen soll. Langfristig aber - davon sind Experten überzeugt - gehört der Elektromobilität die Zukunft.

E-Autos noch in der Nische

Noch fahren hierzulande kaum Elektroautos auf den Straßen. Die Bundesregierung will den Kauf batteriebetriebener Autos nun mit einem Zuschuss von 4000 Euro fördern. Außerdem werden reine E-Autos für zehn Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Experten bezweifeln allerdings, ob dies den nötigen Schub geben kann, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Als Haupthindernis gilt nach wie vor, dass Elektroautos noch teuer sind und die Reichweite der Batterien beschränkt ist.

Volkswagen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 Marktführer in der E-Mobilität zu werden. Bis 2020 will der Konzern weitere 20 Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen. Bis 2025 soll jeder zehnte Wagen aus dem Wolfsburger Konzern ein Elektrofahrzeug sein.

Tesla soll Paroli geboten werden

Bis dahin ist es noch weit: Im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern weltweit gerade einmal 67.000 Autos mit Elektroantrieb. Ein großer Teil davon waren Hybridfahrzeuge, die einen herkömmlichen Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb kombinieren. Eine Massenfertigung hierzulande könnte nach Meinung von Experten die Kosten senken helfen. Die IG Metall setzt sich für eine Fertigung in Deutschland ein, weil sie sich davon die Sicherung von Arbeitsplätzen erhofft.

Für die Hersteller geht es auch darum, Tesla Paroli zu bieten. Der Elektroauto-Pionier aus den USA zieht derzeit eine große Batteriefabrik im US-Staat Nevada hoch und liebäugelt mit dem Aufbau einer Fertigung in China. Die Volksrepublik hat die USA gerade als größten Markt für Elektroautos abgelöst.

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