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Ergo-Versicherung baut 2400 Stellen in Deutschland ab


Konzern wird umgebaut  

Versichererer Ergo streicht 2400 Stellen

01.06.2016, 17:08 Uhr | rtr, t-online.de

Ergo-Versicherung baut 2400 Stellen in Deutschland ab. Die Firmenzentrale der ergo-Versicherungsgruppe in Düsseldorf: Vor allem Beschäftigte im Vertrieb müssen um ihre Jobs bangen. (Quelle: dpa)

Die Firmenzentrale der ergo-Versicherungsgruppe in Düsseldorf: Vor allem Beschäftigte im Vertrieb müssen um ihre Jobs bangen. (Quelle: dpa)

Den Beschäftigten des zweitgrößten deutschen Versicherungskonzerns Ergo stehen schwierige Zeiten bevor. Bis 2020 sollen vor allem im Vertrieb 2400 von 14.300 Vollzeit-Stellen in Deutschland abgebaut werden, kündigte der neue Vorstandschef Markus Rieß an. 

565 Arbeitsplätze sollen an anderer Stelle neu entstehen. Die neue Strategie der Münchener-Rück-Tochter soll die Kosten bis spätestens 2020 um 280 Millionen Euro netto drücken. Das Investitions- und Sparprogramm kostet insgesamt rund eine Milliarde Euro, davon schlagen 300 Millionen allein in diesem Jahr zu Buche. Von 2021 an will Ergo damit einen Überschuss von mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr bei der Münchener Rück abliefern.

Völlige Neuausrichtung angestrebt

Aus dem Geschäft mit klassischen Lebensversicherungen steigt Ergo vollständig aus. Neugeschäft will der Versicherer künftig nur noch mit fondsgebundenen und anderen kapitalmarktnahen sowie mit Risiko-Lebensversicherungen machen. An einen Verkauf des Bestandes an einen Abwickler sei aber nicht gedacht, betonte der Ergo-Chef.

Der Konzern müsse zudem die veraltete IT auf Vordermann bringen. Neben der erfolgreichen Tochter Ergo Direkt will Rieß einen reinen Online-Versicherer mit Billigtarifen ins Leben rufen, der 2017 zunächst mit einer Kfz-Versicherung starten soll.

Für das laufende Jahr erwartet der Düsseldorfer Konzern ein "leicht negatives" Ergebnis. Bei der Münchener Rück dürfte der Gewinn damit auf 2,3 Milliarden Euro sinken (2015: 3,1 Mrd. Euro), wie die Muttergesellschaft bereits bekanntgegeben hatte. 2017 sollen bei Ergo wieder schwarze Zahlen zu Buche stehen.

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