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Nach Abgas-Skandal: Volkswagen will sich bis 2025 neu definieren

Neue Strategie bis 2025  

Müller baut Volkswagen radikal um

17.06.2016, 11:42 Uhr | dpa

Nach Abgas-Skandal: Volkswagen will sich bis 2025 neu definieren. Konzernchef Matthias Müller wird Volkswagen in den kommenden Jahren radikal umbauen. (Quelle: dpa)

Konzernchef Matthias Müller wird Volkswagen in den kommenden Jahren radikal umbauen. (Quelle: dpa)

Volkswagen steht vor dem größten Wandel der Konzerngeschichte: Europas größter Autobauer will sich nach dem Abgas-Skandal neu aufstellen und zu einem Mobilitätsdienstleister werden. Die Kosten dafür gehen in die Milliarden.

Volkswagen soll für das "neue Zeitalter der Mobilität" umgebaut werden, so Konzernchef Matthias Müller bei der Vorstellung der neuen Unternehmensstrategie. Die gilt bis zum Jahr 2025. Für die notwendigen Zukunftsinvestitionen will VW einen zweistelligen Milliardenbetrag ausgeben.

Zunächst stellt der Konzern seine gut zwei Dutzend Komponentenwerke neu auf. Die hausinternen Zulieferer sollen künftig in einem eigenen Unternehmen gebündelt werden. Müller sprach auch davon, dass die neu aufgestellten Komponentenwerke "zu gegebener Zeit im externen Wettbewerb" arbeiten könnten.

Der Geschäftsbereich zählt 67.000 Mitarbeiter auf fünf Kontinenten. Damit wäre der hauseigene Zulieferer, der etwa Motoren, Getriebe, Chassis-Elemente oder Kunststoffteile produziert, bei einem externen Auftritt auf dem Markt auf einen Schlag einer der weltgrößten Autozulieferer.

"Struktur, Kultur und Effizienz"

Mit der neuen Strategie will VW auch auf die fundamentalen Veränderungen in der Autobranche reagieren. Die beiden großen Zukunftsthemen sind alternative Antriebe wie Elektromotoren und immer mehr Internet im Auto. Müller sprach von einem "epochalen Wandel".

Bei E-Autos könnte aus Sicht Müllers schon in etwa zehn Jahren auf dem Weltmarkt jeder vierte Neuwagen rein batteriebetrieben sein und so ohne herkömmliche Verbrennungsmotoren auskommen. Bei der wachsenden Bedeutung der Elektromobilität wollen auch die Wolfsburger mitspielen: Müller kündigte an, dass die rein batteriebetriebenen Fahrzeuge des Konzerns im Jahr 2025 "rund 20 bis 25 Prozent" vom dann erzielten Gesamtabsatz ausmachen sollen.

Müller sagte mit Blick auf den Abgas-Skandal, die Bereitschaft für Veränderungen im Konzern sei deutlich gewachsen. VW hatte mit einer Software Abgastests bei Millionen von Dieselfahrzeugen manipuliert. Dies hatte den Konzern in eine schwere Krise gestürzt. Der Skandal habe auch Schwachstellen aufgedeckt, sagte Müller: "Die Stichworte lauten hier vor allem: Struktur, Kultur und Effizienz."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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