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Investpr George Soros: 100 Millionen-Euro-Wette gegen Deutsche Bank


Investor setzt 100 Millionen ein  

George Soros wettet gegen die Deutsche Bank

29.06.2016, 18:07 Uhr | dpa, t-online.de

Investpr George Soros: 100 Millionen-Euro-Wette gegen Deutsche Bank. Macht immer wieder durch spektakuläre Investments auf sich aufmerksam: Investoren-Magnat George Soros. (Quelle: Reuters)

Macht immer wieder durch spektakuläre Investments auf sich aufmerksam: Investoren-Magnat George Soros. (Quelle: Reuters)

Die Investoren-Legende George Soros profitiert vom Absturz des deutschen Geldhauses. Der gerissene Anleger setzte mitten im Brexit-Sturm mal eben 100 Millionen Euro auf fallende Kurse der Deutschen Bank - und hat kräftig gewonnen. 

Soros' Hedge Fonds Soros Fund Management setzte am Freitag kurz nach dem britischen Votum für einen EU-Austritt eine rund 100 Millionen Euro schwere Wette auf einen weiteren Kursverfall der Aktie des größten deutschen Kreditinstituts. Die sogenannte Leerverkaufsposition wurde am Montag im Bundesanzeiger veröffentlicht. Zuerst berichtete die Zeitung "Die Welt" über das Geschäft.

Hausgemachte Probleme belasten zusätzlich

Bereits vor dem Brexit-Votum der Briten war die Banken-Branche unter Druck geraten. Soros warnte vor wenigen Tagen öffentlich, dass viele Geldinstitute beim Ausscheren Großbritanniens aus der EU leiden würden.

Analyst Andreas Pläsier vom Analysehaus Warburg Research erklärte, speziell die Deutsche Bank sei auch wegen hausgemachter Probleme und schwieriger Finanzmärkte in den vergangenen Monaten immer weiter unter Druck geraten.

Rauswurf aus EuroStoxx 50 droht

Bei Deutschlands größter Bank kommt als Belastung hinzu, dass aufgrund des Wertverfalls nun auch noch der Rauswurf aus dem wichtigen, europaweiten Auswahlindex EuroStoxx 50 droht. Analyst Uwe Streich von der Landesbank LBBW hält die Aktie mit Blick auf die nächste Überprüfung für gefährdet. Ob das bereits im August passieren könnte, hänge von der Kursentwicklung ab. 

Zurzeit nimmt die Deutsche Bank den letzten Platz unter den Stoxx-50-Mitgliedern ein. Ein Abstieg könnte Verkäufe von Fonds auslösen, die Indizes abbilden. Das würde weiteren Druck auf die Aktie ausüben.

Nach dem Brexit-Votum stürzte die Deutsche-Bank-Aktie auf ein neues historisches Tief. Am Dienstag startete die Bank-Aktie erholt über der 13-Euro-Marke. 

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Mit Leerverkäufen können Anleger an der Börse auch bei fallenden Kursen Geld verdienen. Dafür verkaufen sie Aktien, die sie sich zunächst nur geliehen haben. Fällt der Kurs der Aktie danach, können sie die geliehenen Papiere später billiger wieder am Markt einsammeln und zurückgeben. Konkret verkaufte der Fonds nun gut sieben Millionen zuvor geliehene Aktien. Eine ähnliche Handelsposition ging laut Bundesanzeiger auch der Londoner Hedge Fonds Marshall Wace ein.

Übers Wochenende wohl 10 Millionen gewonnen

"Es scheint, als wette derzeit die ganze Welt gegen die Deutsche Bank", kommentierte ein Börsenhändler die spekulativen Investments. Private Anleger, die ihrerseits von den hohen Schwankungen profitieren wollten, blieben am vergangenen Freitag oft auf dem Trockenen sitzen: Bei der Consorsbank und der DAB-Bank war über Stunden hinweg kein Login möglich. 

George Soros dürfte mit seinem Deal übers Wochenende wohl etwa 10 Millionen Euro Gewinn gemacht haben. Seine genauen Ein- und Ausstiegskurse sind nicht bekannt - falls er die Position überhaupt schon geschlossen hat.

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