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Schlecker verklagt Tchibo, Henkel & Co.


Wegen Preisabsprachen  

Schlecker verklagt Tchibo, Henkel & Co.

30.06.2016, 13:27 Uhr | bv, t-online.de, rtr

Schlecker verklagt Tchibo, Henkel & Co.. Der Schlecker-Insolvenzverwalter will mit einer Reihe von Kartellklagen eine dreistellige Millionensumme erstreiten. (Quelle: imago images)

Der Schlecker-Insolvenzverwalter will mit einer Reihe von Kartellklagen eine dreistellige Millionensumme erstreiten. (Quelle: imago images)

Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz will mehr Geld für die Gläubiger der insolventen Drogeriekette herausholen. Dazu verklagt er verschiedene frühere Lieferanten - meist bekannte Markenartikelhersteller, die früher Preise abgesprochen hatten.

Wie das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" in seiner kommenden Ausgabe berichtet, reichte Geiwitz am Landgericht Stuttgart zwei Schadenersatzklagen ein: eine gegen Melitta und Tchibo, die andere gegen Henkel, Procter & Gamble und Unilever. Von Melitta und Tchibo fordert der Verwalter demnach zusammen 99 Millionen Euro, von den anderen insgesamt 25 Millionen Euro Schadenersatz.

Die ehemaligen Schlecker-Lieferanten waren Mitglieder von Kartellen und mussten hohe, insgesamt dreistellige Millionenstrafen bezahlen. Die eigentlichen Preisabsprachen fielen in die Zeit vor der Schlecker-Insolvenz im Jahr 2012.

Procter & Gamble und Melitta bestätigten, dass ihnen die Klage bekannt sei. Zu Details wollten sich die beiden Firmen nicht äußern. Tchibo und Unilever teilten mit, ihnen liege keine Klage vor. Von Henkel war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Dreistelliger Millionenschaden

Schlecker sei ein Schaden von 300 Millionen Euro entstanden, sagte Geiwitz gegenüber "Bilanz". "Damit schlagen wir ein neues Kapitel in der Insolvenzverwaltung auf." Er rechne sich gute Erfolgschancen aus, die Klagen zu gewinnen. Das bringe weitere Masse für die Schlecker-Gläubiger.

Neben der eingereichten, plant Geiwitz den Angaben zufolge eine weitere Klage vor dem Landgericht Mannheim, ebenfalls gegen ein früheres Kartell. Betroffen davon sind nach "Bilanz"-Informationen die Drogerieartikel-Hersteller Beiersdorf, Glaxo-Smith-Kline ("Dr. Best"), Gilette, L'Oreal, erneut Procter & Gamble ("Blendamed") sowie Erdal und der Parfümhersteller Coty. Gegen insgesamt 15 Hersteller eines Drogerieartikel-Kartells hatte das Bundeskartellamt 2013 Bußgelder in Höhe von 63 Millionen Euro verhängt.

Hier will Geiwitz 185 Millionen Euro herausholen. Außerdem seien Kartellklagen gegen Süßwaren- und Zuckerproduzenten geplant.

Gläubiger schauen weiterhin in die Röhre

Trotz der hohen Klagesummen würden die Schlecker-Gläubiger aber auch im kompletten Erfolgsfall der Prozesse auf dem weitaus größten Teil ihrer Forderungen sitzenbleiben. Insgesamt hatte Schlecker vor der Insolvenz einen Milliarden-Schuldenberg aufgehäuft. Bezahlt werden können davon allenfalls ein- bis niedrige zweistellige Prozentbeträge für die bevorzugt zu bedienenden sogenannten Massegläubiger, während die sogenannten Insolvenzgläubiger weiterhin leer ausgehen.

Bei Schlecker war die sogenannte Masseunzulänglichkeit erklärt worden, das heißt, dass die Insolvenzmasse nicht ausreichte, um die Masseverbindlichkeiten zu erfüllen. Daran ändern auch die aktuellen Klagen nichts.

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