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Gut für Bauern: Butterpreis steigt - Lichtblick in der Milchkrise


Lichtblick in der Milchkrise  

Gut für Bauern: Butterpreis steigt

06.07.2016, 20:51 Uhr | dpa

Gut für Bauern: Butterpreis steigt - Lichtblick in der Milchkrise. Bauern können hoffen, Verbraucher müssen mehr zahlen: Butter wird derzeit teurer. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bauern können hoffen, Verbraucher müssen mehr zahlen: Butter wird derzeit teurer. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In der Milchkrise gibt es einen kleinen Lichtblick für die Landwirte: Der Preis für Butter steigt. Sowohl an den Großhandelsplätzen als auch im deutschen Einzelhandel tendiere der Butterpreis von einem sehr niedrigen Niveau aus wieder nach oben. Es gibt aber einen Wermutstropfen.

Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW teilte mit, selbst im Discountbereich sei ein Anstieg von 70 auf 90 Cent für das 250-Gramm-Stück Deutsche Markenbutter zu beobachten. Auch der Preis für Käse steige leicht.

Da die Lieferverträge für Butter und Käse jedoch meist nur eine kurze Laufzeit hätten und der Export eine wichtige Rolle spiele, sei eine Prognose schwierig. "Es lässt sich nicht absehen, wie sich der Markt im Herbst darstellen wird", sagte Vorstandsmitglied Wilhelm Brüggemeier.

Bei Trinkmilch, die derzeit im Lebensmittelhandel ab 42 Cent je Liter angeboten wird, gelten in der Regel Halbjahresverträge. Neue Kontrakte greifen damit erfahrungsgemäß erst ab November.

Wenig Profit mit Milch

Die Landwirte bekommen derzeit so wenig Geld für ihre Rohmilch wie seit langem nicht. Vorstandsmitglied Hans Stöcker sprach von einem "historischen Milchauszahlungspreistief". Viele Molkereien könnten derzeit nur noch um die 20 Cent je Kilogramm Rohmilch zahlen. Einige sogar etwas weniger.

Sollte es bald keinen deutlichen Preisanstieg geben, könnte die Tiefstmarke von 25,6 Cent je Kilogramm aus dem Jahr 2009 im Jahresdurchschnitt unterschritten werden.

Merkel fordert Fairness gegenüber Milchbauern

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mahnte derweil mehr Fairness gegenüber den Milchbauern an. Molkereien und Handel seien in der Pflicht, existenzbedrohten Bauern zu helfen, sagte sie beim Landfrauentag in Erfurt.

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte den Bauern ein Hilfspaket von mindestens 100 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Eine genaue Summe gibt es aber noch nicht. Die Hilfsgelder müssen noch mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) besiegelt werden.

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