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IWF fordert schnelle Sanierung der Banken in Italien auf


Unmengen fauler Kredite  

IWF ermahnt Italien zur Bankensanierung

12.07.2016, 14:17 Uhr | AFP, dpa

IWF fordert schnelle Sanierung der Banken in Italien auf. Die Großbank Monte dei Paschi di Siena gilt als älteste Bank der Welt. (Quelle: dpa)

Die Großbank Monte dei Paschi di Siena gilt als älteste Bank der Welt. (Quelle: dpa)

Italiens Banken sitzen auf einem riesigen Berg fauler Kredite. Rückzahlung: zweifelhaft. Die italienische Regierung will den Finanzinstituten mit Steuergeld helfen. Der Weltwährungsfonds (IWF) warnt vor den Folgen.

Wegen der Finanzprobleme der italienischen Banken hat der IWF Italien zu tiefgreifenden Reformen aufgefordert. Das Land müsse die bereits in Gang gesetzten, "sehr wichtigen Reformen" ausweiten und vertiefen, erklärte der Chef der italienischen IWF-Delegation, Rishi Goyal.

Dies sei vor allem für den Bankensektor nötig, damit dieser gegen "ungünstige Erschütterungen" gewappnet sei. Damit könnten die Finanzstabilität dauerhaft gesichert und der wirtschaftliche Aufschwung unterstützt werden.

360 Milliarden Euro faule Kredite

Die Summe der Darlehen, die womöglich nie zurückgezahlt werden, beläuft sich auf 360 Milliarden Euro. Finanzexperten schätzen den unmittelbaren Finanzbedarf der Institute auf fast 40 Milliarden Euro. Die italienische Regierung verhandelt derzeit mit der EU, wie sie ihr Bankensystem unterstützen kann.

Nach den EU-Regeln darf sie den Instituten keine Staatshilfen gewähren, ohne dass zunächst Anteilseigner und Bankkunden zur Kasse gebeten werden.

"Das muss ein Ende haben" 

Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem lehnt ein neues Rettungspaket ab. "Die Probleme müssen in den Banken geregelt werden", sagte der Niederländer beim Treffen der Euro-Finanzminister. Die Einfachheit, mit der einige Banker mehr öffentliche Gelder forderten, um ihre Probleme zu lösen, sei problematisch. "Das muss ein Ende haben."

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, sprach sich ebenfalls gegen eine mögliche Rettung italienischer Banken mit Steuergeld aus. "Das Risiko steigt, dass die EU noch weiter in Richtung einer Haftungsgemeinschaft rutscht, wenn der gerade erst geschaffene Rahmen für Bankenabwicklungen gleich wieder in Frage gestellt wird", sagte er der "Rheinischen Post".

IWF senkt Wachstumsprognose

Wegen der schwierigen Finanz- und Wirtschaftslage und der damit verbundenen "negativen Risiken" senkte der IWF Italiens Wachstumsprognose. Für dieses Jahr rechnet er fortan nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von unter einem Prozent - bisher war der IWF von einem Plus von 1,1 Prozent ausgegangen.

2017 erwartet der IWF, dass das Bruttoinlandsprodukt um etwa ein Prozent zulegt; bisher kalkulierte die Washingtoner Finanzinstitution mit 1,25 Prozent.

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