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Unister-Chef ist tot: Warum Thomas Wagner in Italien war


Tödlich verunglückter Thomas Wagner  

Warum der Unister-Chef in Italien war

15.07.2016, 19:13 Uhr | dpa, t-online.de

Unister-Chef ist tot: Warum Thomas Wagner in Italien war. Das Kleinflugzeug mit Unister-Chef Thomas Wagner und weiteren Personen an Bord stürzte am Donnerstag nach dem Start in Slowenien ab. (Quelle: dpa)

Das Kleinflugzeug mit Unister-Chef Thomas Wagner und weiteren Personen an Bord stürzte am Donnerstag nach dem Start in Slowenien ab. (Quelle: dpa)

Am Donnerstag ist Unister-Chef Thomas Wagner bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien tödlich verunglückt. Der Selfmade-Millionär war an Bord eines Kleinflugzeugs auf der Rückreise von Venedig nach Leipzig. In Italien hatte Wagner mit potenziellen Investoren verhandelt.

Das bestätigte ein Sprecher von Unister. Mit dabei war demnach auch Oliver Schilling. Der Gesellschafter und Mitbegründer der Unister-Holding kam bei dem Unglück zusammen mit Wagner und zwei weiteren Personen ums Leben.

"Bei den Mitarbeitern herrscht tiefe Trauer aber auch Entschlossenheit, das Geschäft im Sinne ihrer Gründer fortzusetzen", erklärte der Unternehmenssprecher. Der Betrieb laufe planmäßig weiter. So schnell wie möglich soll über die Nachfolge Wagners als Geschäftsführer entschieden werden. 

Berichte über Geldkoffer an Bord

Berichte über einen Geldkoffer mit mehreren Millionen Euro an Bord wollte die Polizei vor Ort nicht kommentieren. Laut "Bild"-Zeitung soll an der Absturzstelle viel Bargeld gefunden worden sein. "Davon weiß ich nichts", sagte Unister-Mitgründer und Gesellschafter Daniel Kirchhof.

Der in Dessau geborene Wagner hatte Unister 2002 in Leipzig ursprünglich als Studententauschbörse gegründet. Das Start-up wuchs rasant und wurde innerhalb weniger Jahre zu einem Internet-Imperium mit 40 nationalen und internationalen Websites. 2012 geriet Unister ins Visier der Justiz, Wagner war kurzzeitig in Untersuchungshaft.

Firma war in Schwierigkeiten

Ihm und drei weiteren Managern wurden unter anderem unerlaubte Versicherungsgeschäfte und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Unister wies die Vorwürfe stets zurück. Zum Prozess kam es bisher nicht, weil das Landgericht Leipzig derzeit eine weitere Anklage prüft, eine erste Anklage war nur teilweise zugelassen worden.

Im Vorjahr war im Konzern von bis zu 150 Stellenstreichungen die Rede. Für das "Effizienzsteigerungsprogramm" Unister 3.0 sollten 30 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. Jüngst hatte das Unternehmen das Portal Geld.de verkauft.

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