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Urlaubstours GmbH: Erstes Unister-Tochterunternehmen meldet Insolvenz an


Insolvenz nach Unfalltod des Chefs  

Erste Unister-Tochter gerät in Schieflage

20.07.2016, 11:01 Uhr | dpa

Urlaubstours GmbH: Erstes Unister-Tochterunternehmen meldet Insolvenz an. Nach der Insolvenz des Internetunternehmens Unister gerät auch Urlaubstours GmbH in die Bredouille. (Quelle: dpa)

Nach der Insolvenz des Internetunternehmens Unister gerät auch Urlaubstours GmbH in die Bredouille. (Quelle: dpa)

Am Montag meldete das Leipziger Internetunternehmen Unister Holding GmbH Insolvenz an. Nun ist bereits das erste Tochterunternehmen in Schieflage geraten.

Wie der vorläufige Unister-Insolvenzverwalter Lucas Flöther mitteilte, meldete auch die Urlaubstours GmbH Insolvenz an, ein Tochterunternehmen der Unister Travel Betriebsgesellschaft GmbH. Auch hier sei er zum vorläufigen Verwalter bestimmt worden. Einen Grund für den Insolvenzantrag nannte er nicht.

Unister entwickelt und betreibt Internetportale beispielsweise mit Informations- und Ratgeberseiten sowie Buchungsportale etwa für Reisen wie Ab-in-den Urlaub.de oder Flüge.de. "Die Portale werden von eigenständigen Unternehmen betrieben, die nicht von der Insolvenz betroffen sind", hieß es am Montag. Daran hat sich laut Flöther weiterhin nichts geändert: Die Portale böten weiterhin "ohne Einschränkungen ihre Vermittlungsleistungen an".

Urlaubstours ist Reiseveranstalter

Anders als die Unister-Reiseportale sei Urlaubstours jedoch ein Reiseveranstalter. Bereits gebuchte Reisen seien aber über eine Versicherung der Generali abgesichert und würden durchgeführt. Neue Buchungen würden vorerst nicht mehr entgegengenommen.

Laut Flöther sollen sich Kunden bei Fragen an die Kundenbetreuung von Urlaubstours wenden. Diese erreichen Kunden laut Website von 8 bis 23 Uhr zum Ortstarif unter der Hotline (0)341 / 355 7585 780 oder per E-Mail an reisen@urlaubstours.de.

Unister hatte am Montag Insolvenz beantragt - wenige Tage nach dem Unfalltod des Chefs Thomas Wagner. Eine Begründung für den Insolvenzantrag wurde nicht genannt.

Größere Summe Bargeld an Unglücksstelle

Wagner war am Donnerstag beim Absturz einer Privatmaschine in Slowenien ums Leben gekommen. Das Unternehmen hatte daraufhin mitgeteilt, der Betrieb laufe planmäßig weiter. Über die Nachfolge des Geschäftsführers solle so schnell wie möglich entschieden werden. Mit dem Insolvenzantrag übernimmt nun zunächst der Insolvenzverwalter die Regie.

Die Polizei in Slowenien bestätigte unterdessen den Fund einer größeren Summe Bargeld an der Unglücksstelle bei Predmeja im Westen des Landes. Dort seien rund 10.000 Schweizer Franken (rund 9200 Euro) entdeckt worden, teilten die Behörden in Nova Gorica mit. In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Berichte über einen Geldkoffer mit mehreren Millionen Euro an Bord gegeben - die Polizei hatte dies bisher nicht kommentiert.

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