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Brexit-Folgen: Wirtschaft in Großbritannien stürzt ab


"Konjunktur dramatisch verschlechtert"  

Briten-Wirtschaft stürzt nach Brexit-Votum ab

22.07.2016, 15:27 Uhr | rtr, dpa

Brexit-Folgen: Wirtschaft in Großbritannien stürzt ab. Dunkle Wolken über London. (Quelle: dpa)

Dunkle Wolken über London. (Quelle: dpa)

Obwohl die Regierung den Antrag auf EU-Austritt noch nicht gestellt hat, befindet sich Großbritanniens Wirtschaft bereits im Sinkflug. Nach dem Brexit-Votum laufen die Geschäfte so schlecht wie seit dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise Anfang 2009 nicht mehr.

Nach der Umfrage des Instituts IHS Markit unter rund 1000 Unternehmen rutschte der Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister auf 47,7 Punkte ab. Im Vormonat hatte er noch bei 52,4 Zählern gelegen. Der Index für die Industrie fiel um drei Punkte auf 49,1 Zähler, der Indikator für die Dienstleister sank um 4,9 Punkte auf 47,4 Zähler.

Damit fiel das Barometer insgesamt unter die Schwelle von 50 Punkten, ab der es Wachstum anzeigt. "Im Juli hat sich die Konjunktur dramatisch verschlechtert", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Die Zeichen stehen auf Schrumpfung

Die Abkühlung zeige sich bei Auftragsstornierungen, weniger Neugeschäft, dem Verschieben oder Einstellen von Projekten. "Meist wurde dies auf die eine oder andere Art mit dem Brexit begründet", so Williamson.

Derzeit signalisiere die Umfrage ein Schrumpfen der Wirtschaft um 0,4 Prozent im dritten Quartal. Es bliebe allerdings abzuwarten, wie die Wirtschaft den Schock im August verdaue.

Zu Jahresanfang war die britische Wirtschaft noch um 0,4 Prozent gewachsen, Daten für das zweite Quartal werden kommende Woche veröffentlicht. Experten rechnen mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent.

Die Briten haben sich Ende Juni in einem Referendum entschieden, die Europäische Union zu verlassen. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass die britische Wirtschaft im kommenden Jahr in die Rezession rutschen könnte. Denn seit der Volksabstimmung ist die Unsicherheit gestiegen, wie schnell die Briten aus der EU austreten und wie rasch die künftigen Wirtschafts- und Handelbeziehungen verhandelt werden.

Deutsche Bahn: große Sorgen wegen Brexit

Doch auch in Deutschland bereitet der geplante EU-Austritt des Vereinigten Königreichs Sorgen - so beispielsweise bei der Deutschen Bahn. Sie ist in Großbritannien mit ihrer Gütersparte DB Cargo aktiv und betreibt dort mit der Tochter Arriva Busse und Bahnen. "Wir sind heute in England als DB der größte ausländische Arbeitgeber mit 33.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 3,7 Milliarden Euro", sagte Bahnchef Rüdiger Grube dem Touristik-Magazin "fvw".

Die Bahn müsse davon ausgehen, dass der Brexit negative Folgen für ihr Geschäft haben werde. "Eine nachhaltige Konjunkturschwäche oder gar Rezession auf der Insel würde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bedeuten, dass die Mobilitäts- und Logistiknachfrage sinkt."

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