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DNA-Abgleich: Der Tod der Unister-Chefs Wagner und Schilling ist amtlich


DNA-Abgleich  

Der Tod der Unister-Chefs ist amtlich

28.07.2016, 18:56 Uhr | dpa, t-online.de

DNA-Abgleich: Der Tod der Unister-Chefs Wagner und Schilling ist amtlich. Thomas Wagner, einer der beiden verunglückten Unister-Chefs, und das Wrack des am 14. Juli abgestürzten Flugzeugs. (Quelle: dpa)

Thomas Wagner, einer der beiden verunglückten Unister-Chefs, und das Wrack des am 14. Juli abgestürzten Flugzeugs. (Quelle: dpa)

Zwei Wochen nach ihrem Flugzeugabsturz in Slowenien ist der Tod der beiden Chefs des Internetunternehmens Unister amtlich. Ein DNA-Abgleich habe ergeben, dass es sich bei den Leichen um Thomas Wagner und Oliver Schilling sowie ihren Finanzvermittler handele.

Das berichtet die Lokalzeitung "Primorske Novice" unter Berufung auf den Leiter der Kriminalpolizei in Nova Gorica, Marino Pangos. Die deutschen Behörden seien informiert worden.

Weder die zuständige Staatsanwaltschaft in Leipzig noch die Generalstaatsanwaltschaft Dresden konnten den Eingang der Nachricht zunächst jedoch bestätigen. Allerdings hatte es dort schon in den vergangenen Tagen "keine begründbaren Zweifel" daran gegeben, dass es sich tatsächlich um die Leipziger Unternehmer und den Finanzvermittler handelt. Auch der Pilot des einmotorigen Kleinflugzeugs starb bei dem Absturz.

Die drei Deutschen hatten sich auf dem Rückflug von Venedig nach Leipzig befunden, als die Maschine in ein Waldgebiet stürzte und ausbrannte. Zuvor hatte der Pilot Probleme mit Vereisung gemeldet.

Vor dem Absturz in ominöse Geschäfte verwickelt

In Venedig soll Wagner einen Tag zuvor laut Medienberichten bei der Abwicklung eines ominösen Kreditgeschäfts um mehr als eine Million Euro betrogen worden sein. Dabei soll es sich um einen sogenannten "Rip Deal" gehandelt haben. So soll Wagner für einen Kredit in Höhe von 10 Millionen Euro 1,5 Millionen Euro in bar als Versicherung übergeben, im Gegenzug aber nur einen Koffer mit größtenteils falschen Schweizer Franken erhalten haben.

Wagner hatte daraufhin Anzeige bei der italienischen Polizei erstattet. "Die Ermittlungen laufen noch", sagte ein Sprecher. Über den bisher bekannten Stand hinaus gebe es aber keine neuen Erkenntnisse.

Unternehmen meldet Insolvenz an

Vier Tage nach dem Flugzeugabsturz hatte zunächst die Unister Holding Insolvenz anmelden müssen. Der Antrag soll Schulden in Höhe von fast 40 Millionen Euro ausgewiesen haben. Inzwischen sind sechs Töchter aus der Gruppe, die über 40 Internetportale wie fluege.de oder ab-in-den-urlaub.de betreibt, im vorläufigen Verfahren. Fast 900 der gut 1000 Unister-Mitarbeiter sind betroffen.

Für Insolvenzverwalter Lucas Flöther hat die amtliche Bestätigung des Todes von Firmengründer Wagner keine besondere Bedeutung. "Das Insolvenzgericht war ja bereits von der Führungslosigkeit der Holding ausgegangen", sagte sein Sprecher.

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