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Rohölpreise verlieren in zwei Monaten über 20 Prozent: WTI-Öl rutscht unter 40 Dollar


WTI-Preis unter 40 Dollar  

Rohölpreise verlieren über 20 Prozent in zwei Monaten

01.08.2016, 20:54 Uhr | dpa-AFX, rtr

Rohölpreise verlieren in zwei Monaten über 20 Prozent: WTI-Öl rutscht unter 40 Dollar. Ölfässer in Jakarta (Indonesien): Seit zwei Monaten rutschen die Ölpreise wieder ab. (Quelle: dpa)

Ölfässer in Jakarta (Indonesien): Seit zwei Monaten rutschen die Ölpreise wieder ab. (Quelle: dpa)

Die Ölpreise haben am Montag ihre Talfahrt der vergangenen Handelstage fortgesetzt. Das weltweite Überangebot an Rohöl belastet die Preise für den Rohstoff weiter.

Der Preis für das richtungweisende US-Leichtöl WTI gab am Abend um rund vier Prozent nach und fiel erstmals seit April wieder unter die Marke von 40 Dollar pro Barrel.

Seit dem Zwischenhoch Anfang Juni bei gut 51 Dollar hat der WTI-Preis damit mehr als 20 Prozent eingebüßt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Abend knapp 42 US-Dollar - ein Minus von rund dreieinhalb Prozent zum Freitag. 

Größter Öl-Exporteur senkt seine Preise

Die Gründe für den erneuten Preisrutsch beim Öl: Die Opec weitete ihre Produktion im Juli um 100.000 Barrel pro Tag aus. Mit derzeit 33,41 Millionen Barrel pro Tag liegt die Förderung des Kartells mittlerweile auf einem Mehrjahreshoch.

Außerdem wurden in den USA im Juli 44 neue Ölplattformen in Betrieb genommen - so viele in einem Monat wie seit zwei Jahren nicht. 

Zudem hatte der weltweit größte Rohöl-Exporteur Saudi Aramco seine Preise für den asiatischen Markt gesenkt. Die Preissenkung des staatlichen Ölförder-Unternehmens aus Saudi-Arabien ist die stärkste seit zehn Monaten. Laut Beobachtern will Saudi-Arabien damit verhindern, dass der Iran Marktanteile zurückgewinnt. Der Iran hatte seine Ölproduktion im laufenden Jahr um 25 Prozent erhöht.

USA weiten ihre Ölförderung aus

Händler begründeten den aktuellen Verkaufsdruck auch mit jüngsten Daten zu den Ölbohrlöchern in den USA. In der vergangenen Woche war die Zahl der Förderanlagen um drei auf 374 gestiegen, wie der Ölausrüster Baker Hughes am Freitag mitgeteilt hatte. Damit legte die Zahl der Bohrlöcher die fünfte Woche in Folge zu und verstärkte am Markt die Sorge vor einem zu hohen Angebot. 

Verbraucher in Deutschland können sich freuen: Da der Eurokurs zum US-Dollar stabil geblieben ist, dürften die Preise für Heizöl, Benzin und Diesel in den kommenden Tagen ebenfalls fallen.

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