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Bankenstresstest: Banken finden keinen Halt - Commerzbank auf Rekordtief


Finanzwerte  

Banken finden keinen Halt - Commerzbank auf neuem Rekordtief

02.08.2016, 15:22 Uhr | dpa-AFX , t-online.de

Bankenstresstest: Banken finden keinen Halt - Commerzbank auf Rekordtief. Ein Symbolbild, das Bände spricht: Die Commerzbank-Aktie markierte am Dienstag ein neues Allzeit-Tief. (Quelle: Reuters)

Ein Symbolbild, das Bände spricht: Die Commerzbank-Aktie markierte am Dienstag ein neues Allzeit-Tief. (Quelle: Reuters)

Für die Aktionäre der Banken ist weiterhin kein Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Die Papiere litten auch am Dienstag unter den Nachwehen des Bankenstresstests. Die Commerzbank enttäuschte die Anleger zudem mit der Aufgabe des Jahresgewinnziels. Der CoBank-Aktienkurs rauschte daraufhin auf ein neues Rekordtief bei 5,22 Euro nach unten. Am Nachmittag notierten die Papiere noch fast neun Prozent im Minus.

Bei den Aktien der Deutschen Bank sah es kaum besser aus: Sie knickten um vier Prozent auf 11,24 Euro ein. Auch ihnen droht ein neuer Negativrekord. Das bisherige Verlaufstief lag im Juli bei 11,22 Euro. Der Index der europäischen Banken rutschte als Schlusslicht im Branchentableau um fast drei Prozent ab.

Den Test der europäischen Bankenaufseher auf Krisenfestigkeit der Geldhäuser hatte zwar gezeigt, dass die deutschen Institute ausreichend mit Kapital ausgestattet sind, sie erfüllten die Anforderungen aber teils nur knapp. Bereits zum Wochenauftakt hatten die Anleger enttäuscht darauf reagiert und sich von Aktien getrennt.

Analyst: Aufgabe des Jahresziels wenig überraschend

Am Dienstag nun gab die Commerzbank ihr Jahresziel nach schwachen ersten sechs Monaten auf. "Das Niedrigzinsumfeld und die anhaltende Kundenzurückhaltung (...) werden die Erträge trotz Wachstum weiter belasten", heißt es in einem Zwischenbericht.

Eine große Überraschung sei dies angesichts des schwierigen Geschäftsumfeldes nicht, erklärte Analyst Philipp Häßler vom Investmenthaus Equinet. Das größte Problem bleibe die geringe Profitabilität der Bank. Für die Aktien spreche indes ihre niedrige Bewertung, weshalb er an seinem Kaufvotum festhalte.

Commerzbank und Deutsche Bank im Jahresverlauf am Dax-Ende

Ein Händler monierte zudem, dass die Eigenkapitalrendite auf absehbare Zeit wohl kaum auf mehr als fünf Prozent steigen werde. Zudem könne die Commerzbank die Eigenkapitalbasis eventuell nicht schnell genug vergrößern, um gleichzeitig das Geschäftswachstum voranzutreiben, die Kernkapitalquote zu halten und eine Dividende zu zahlen.

Mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf bleiben die Aktien der beiden Banken die abgeschlagenen Schlusslichter im deutschen Leitindex Dax. Die Papiere der Commerzbank haben rund 45 Prozent eingebüßt und die Anteilsscheine der Deutschen Bank haben etwa die Hälfte ihres Wertes verloren.

Filialnetz wird nicht stark ausgedünnt

Immerhin: Anders als mancher Wettbewerber will die Commerzbank ihr Filialnetz nicht radikal ausdünnen. "Auch wir müssen intensives Kostenmanagement betreiben, aber wir werden keinen Kahlschlag im Filialgeschäft machen", sagte der seit Mai amtierende Privatkundenvorstand Michael Mandel. "Unser Plan ist, Ergebnissteigerung vor allem über Wachstum zu organisieren und nicht allein über Sparprogramme." Aktuell hat die Commerzbank bundesweit 1050 Filialen.

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