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Deutsche Börse profitiert vom lebhaften Derivate-Handel


Profiteur des Brexit-Votums  

Deutsche Börse profitiert vom lebhaften Derivate-Handel

28.07.2016, 14:40 Uhr | rtr, t-online.de

Deutsche Börse profitiert vom lebhaften Derivate-Handel. Die Firmenzentrale der Deutschen Börse ist mitnichten in der Frankfurter City, sondern in Eschborn. (Quelle: dpa)

Die Firmenzentrale der Deutschen Börse ist mitnichten in der Frankfurter City, sondern in Eschborn. (Quelle: dpa)

Der lebhafte Handel rund um das Brexit-Votum Ende Juni hat der Deutschen Börse im zweiten Quartal Rückenwind verliehen. Vor allem die Derivate-Sparte Eurex profitierte

Der wichtigste Geschäftsbereich der Deutschen Börse baute seinen Betriebsgewinn im zweiten Quartal um ein Drittel auf 149 Millionen Euro aus. Auch die Wertpapier-Verwahrtochter Clearstream und das Marktdaten-Geschäft legten zu. Konzernweit kletterten die Nettoerlöse bei den Hessen um zehn Prozent auf 601 Millionen Euro. Die Deutsche Börse schnitt damit etwas besser ab als von Analysten erwarten.

Sondererlöse durch ISE-Verkauf

Der Betriebsgewinn (Ebit) kletterte um rund acht Prozent auf 279 Millionen Euro, wie Deutschlands größter Börsenbetreiber in der vergangenen Woche mitteilte. Zudem nahm der Konzern durch den Verkauf der US-Tochter ISE rund eine Milliarde Euro ein. Einen Teil davon will die Deutsche Börse nun nutzen, um eigene Anleihen zurückzukaufen. Auf diese Weise senkt sie ihre Verschuldungsquote und stabilisiert ihr Rating.

Die Aktie der Deutschen Börse zuckte in den vergangenen Wochen heftig hin und her, hält sich aber besser als der Durchschnitt der Dax-Aktien.

Sinnvolle Fusion mit LSE

Auf das Ergebnis drückten allerdings Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten sowie Kosten für den Umbau des Konzerns und für die geplante Fusion mit der London Stock Exchange (LSE). Nach den LSE-Aktionären hatten am Dienstag auch die Eigentümer der Deutschen Börse grünes Licht für den 25 Milliarden Euro schweren Zusammenschluss gegeben.

Das Forschungsinstitut IWH, das die Bundesregierung in Wirtschaftsfragen berät, sprach sich am Mittwoch ebenfalls für den Deal aus. "Davon werden beide Seiten profitieren", sagte IWH-Präsident Reint Gropp. Die Politik dürfe den Brexit nicht als Vorwand nehmen, um diese sinnvolle Fusion zu torpedieren. "Europa braucht einen wettbewerbsfähigen Finanzstandort."

Beide Börsen stellen sich nun auf eine intensive Prüfung ihrer Fusionspläne durch die EU-Kommission ein. "Wir erwarten, dass es eine zweistufige Untersuchung geben wird", sagte Deutsche-Börse-Finanzchef Gregor Pottmeyer in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Dabei handelt es sich um eine ausführliche Analyse, bei der die Wettbewerbshüter umfangreiche Informationen und interne Dokumente von den Fusionspartnern anfordern.

Die Zustimmung der EU-Kommission und der hessischen Börsenaufsicht gelten als größte Hürden für den 25 Milliarden Euro schweren Deal.

Monatelange Diskussionen über Brexit-Folgen

Aus Sicht von deutschen Politikern und der Finanzaufsicht BaFin ist die Fusion nach dem Brexit-Votum schwer vorstellbar, wenn die Mega-Börse anschließend wie geplant in London angesiedelt wird. Die Deutsche Börse spricht deshalb Insidern zufolge mit der LSE über eine Verlagerung des Firmensitzes in die EU beziehungsweise über die Schaffung eines doppelten Firmensitzes für die Holding. Ein für solche Fragen eingerichtetes Referendums-Komitee beider Unternehmen habe die Arbeit aufgenommen, erklärte Pottmeyer. 

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