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Brexit-Folgen: Bank of England senkt Leitzins


Nach Brexit-Schock  

Bank of England senkt Leitzins auf neues Rekordtief

04.08.2016, 16:33 Uhr | AFP, rtr, t-online.de

Brexit-Folgen: Bank of England senkt Leitzins. Bank of England reagiert auf Konjunkturschatten nach Brexit-Votum. (Quelle: dpa)

Die Bank of England reagiert auf Konjunkturschatten nach dem Brexit-Votum. (Quelle: dpa)

Die britische Notenbank hat den Leitzins für Großbritannien auf ein neues Rekordtief abgesenkt. Er liegt jetzt bei 0,25 Prozent nach zuvor 0,5 Prozent, wie die Bank of England (BoE) mitteilte. Der Schritt war vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten nach dem Brexit-Votum erwartet worden.

Damit wurde die geldpolitische Zügel erstmals seit März 2009 gelockert, als die Notenbank gegen die Weltwirtschaftskrise ankämpfte. Zugleich deutete sie nun an, dass sie noch in diesem Jahr zu einer weiteren Senkung in Richtung der Null-Linie bereit sei.

Wertpapier-Kaufprogramm wird aufgestockt

Um die Wirtschaft anzukurbeln, weitet die BoE zudem die Geldflut aus: Sie stockt ihr Anleihe-Kaufprogramm um 60 Milliarden Pfund (71 Milliarden Euro) auf - von zuvor 375 Milliarden Pfund auf 435 Milliarden Pfund.

Darüber hinaus wird die Notenbank künftig auch Unternehmensanleihen kaufen. Über 18 Monate sollen Papiere im Wert von bis zu 10 Milliarden Pfund erworben werden, hieß es weiter.

In ihrer ersten Sitzung nach dem Referendum über den EU-Austritt hatte die Bank of England Mitte Juli noch von einer Leitzinssenkung abgesehen und den Zinssatz bei 0,5 Prozent belassen.

Konjunktur wird einbrechen

Inzwischen haben sich aber mehrere Indikatoren für die Wirtschaftsentwicklung eingetrübt. Das Land steuert nach dem EU-Austrittsreferendum vom 23. Juni auf den stärksten Konjunktureinbruch seit sieben Jahren zu. Die Zentralbank sprach am Donnerstag von "deutlich" verschlechterten Aussichten für die Konjunktur.

Es herrscht Unsicherheit, ob Großbritannien künftig noch Zugang zum EU-Binnenmarkt haben wird. Dies drückt auf die Konsumlaune und lastet auf der Investitionsbereitschaft der Unternehmen.

Britische Währung rutscht wieder ab

Nach der Senkung der britischen Leitzinsen machte der Aktien-Leitindex FTSE-100 einen Satz nach oben. Die Anleger trennten sich aber vom Pfund Sterling. Die britische Währung brach um 1,3 Prozent auf 1,3158 Dollar ein. Kurz vor Bekanntwerden der Entscheidung hatte sie noch über 1,33 Dollar notiert. Im Gegenzug zog auch der Euro zum Pfund um gut ein Prozent auf 0,8466 Pfund an.

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