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Golf-Produktion bei VW fast eine Woche lahmgelegt


Streit mit Zulieferer  

Golf-Produktion fast eine Woche lahmgelegt

22.08.2016, 10:10 Uhr | dpa, t-online.de

Golf-Produktion bei VW fast eine Woche lahmgelegt. Golf-Produktion in Wolfsburg. (Quelle: dpa)

Golf-Produktion in Wolfsburg. (Quelle: dpa)

Der Streit zwischen Volkswagen und der Zulieferer-Gruppe Prevent legt die Golf-Produktion für fast eine Woche nahezu komplett lahm. Nach einem bereits am Wochenende eingeleiteten Fertigungsstopp stehen die Bänder im Stammwerk Wolfsburg bis voraussichtlich kommenden Samstag still.

Entsprechende Schichten der Belegschaft fallen aus, Kurzarbeit wird geprüft. In Zwickau soll die Montage für den Golf und auch für den Passat wegen fehlender Getriebeteile und Sitzbezüge ebenfalls ruhen. Im Werk Passat-Emden wurde schon Kurzarbeit für Tausende Beschäftigte angemeldet.

Aufgrund des Lieferstopps könnten insgesamt 27.700 Mitarbeiter teils noch bis Ende August nicht so arbeiten, wie es eigentlich geplant sei, berichtete VW. "Da die weitere Entwicklung nicht absehbar ist, hat Volkswagen Flexibilisierungsmaßnahmen bis hin zur Kurzarbeit vorbereitet", erklärte der Konzern.


VW nimmt Verhandlungen wieder auf

Unter dem Druck des Produktionsstopps nimmt Volkswagen zudem neue Verhandlungen mit den sächsischen Zulieferern ES Automobilguss und Car Trim, die zur Prevent-Gruppe gehören, auf. Die Unternehmen der Prevent-Gruppe weigern sich, bestellte Teile für Getriebe und Sitze herauszugeben. Wie aus dem Konzern zu hören war, sollen die vor dem Wochenende abgebrochenen Gespräche beider Seiten gegen Mittag fortgesetzt werden.

Der Chef des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Diesel-Abgaskrise im Bundestag, Herbert Behrens (Linke), sieht eine mögliche Parallele zwischen dem VW-internen Sparkurs und dem Problem mit den Zulieferern. "Die Konzernleitung von Volkswagen kürzt jetzt, bis es kracht", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Jetzt werden Folgen des milliardenschweren Desasters, das mit der betrügerischen Abgas-Manipulation verursacht worden ist, einfach weitergereicht", meinte Behrens. Prevent wirft VW vor, bestimmte Aufträge frist- und grundlos gekündigt zu haben. Dagegen wolle man sich mit dem Lieferstopp wehren. Der Autokonzern fordert hingegen von den Geschäftspartnern, bestehende Liefervereinbarungen einzuhalten.

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