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Kommunen verzeichnen Rekordeinnahmen


Gewerbe- und Grundsteuer  

Kommunen verzeichnen Rekordeinnahmen

26.08.2016, 12:01 Uhr | dpa

Kommunen verzeichnen Rekordeinnahmen. Gewerbegebiet in Duisburg: Kommunen haben kräftige Steuereinnahmen. (Quelle: imago images/Hans Blossey)

Gewerbegebiet in Duisburg: Kommunen haben kräftige Steuereinnahmen. (Quelle: Hans Blossey/imago images)

Dank der guten Konjunktur sprudelt die Gewerbesteuer kräftig und füllt die Kassen von Deutschlands Städten und Gemeinden. Im vergangenen Jahr hatten die Kommunen so viel Steuereinnahmen wie nie zuvor.

Das Aufkommen der Gewerbe- und Grundsteuern stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent auf rund 58,9 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Kommunen erhöhen Steuersätze

Wenn die Wirtschaft rund läuft, steigen vor allem die Gewerbesteuereinnahmen. Zugleich erhöhten die Kommunen aber auch die Steuersätze.

Der größte Teil der Einnahmen entfiel auf die Gewerbesteuer mit 45,7 Milliarden Euro (plus 4,5 Prozent). Der Hebesatz der Gewerbesteuer wurde im bundesweiten Durchschnitt um zwei Prozentpunkte auf 399 Prozent angehoben.

Auch die Hebesätze für die Grundsteuer, die Immobilienbesitzer zahlen müssen, sowie für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft stiegen.

Jede Gemeinde legt die Höhe der Hebesätze selbst fest. Vor allem darüber funktioniert der Wettbewerb um die Ansiedlung von Gewerbe. Bei der Gewerbesteuer beträgt der Hebesatz mindestens 200 Prozent, so soll Steuerdumping vermieden werden.

Um die Steuer zu berechnen, die Betriebe zahlen müssen, wird der Hebesatz mit einem bundeseinheitlichen Messbetrag multipliziert und durch 100 geteilt.

Schleswig-Holstein an der Spitze

Nach Angaben der Statistiker stieg das Gewerbesteueraufkommen im vergangenen Jahr am deutlichsten in Schleswig-Holstein (plus 15,3 Prozent) und Rheinland-Pfalz (plus 9,7). Die stärksten Rückgänge gab es in Hamburg (minus 8,2 Prozent) und Berlin (minus 3,5 Prozent).

Die Einnahmen aus der Grundsteuer, die Betriebe der Land- und Forstwirtschaft zahlen müssen, stiegen um 2,8 Prozent auf 0,4 Milliarden Euro. Die Grundsteuer für Grundstücke brachte den kommunalen Kassen insgesamt 12,8 Milliarden Euro, 4,1 Prozent mehr als 2014.

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