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Bayer erhöht Gebot auf Monsanto-Aktie auf 127,50 US-Dollar

Über 65 Milliarden Dollar  

Bayer stockt Monsanto-Angebot nochmals auf

06.09.2016, 12:46 Uhr | dpa, rtr

Bayer erhöht Gebot auf Monsanto-Aktie auf 127,50 US-Dollar. Das Bayer-Kreuz leuchtet auf dem Werksgelände des Pharmakonzerns in Leverkusen. (Quelle: dpa)

Das Bayer-Kreuz leuchtet auf dem Werksgelände des Pharmakonzerns in Leverkusen. (Quelle: dpa)

Bayer hat sein Übernahmeangebot für den umstrittenen US-Biotechnologie-Konzern Monsanto noch einmal aufgestockt - auf nun mehr als 65 Milliarden US-Dollar. Statt 125 US-Dollar will der Dax-Konzern nun 127,50 US-Dollar pro Anteilsschein zahlen, wie das Leverkusener Unternehmen mitteilte.

Sollte es zu einem Zusammenschluss kommen, würde der deutsche Chemie- und Pharmakonzern zur weltweiten Nummer eins im Agrarchemie-Geschäft aufsteigen.

Bayer-Aktie verliert

Bayer wäre nach eigenen Angaben nur "unter der Voraussetzung einer einvernehmlichen Übernahme bereit", den erhöhten Aktienpreis zu zahlen. Ein Vertragsabschluss der beiden Parteien, die in "fortgeschrittenen Verhandlungen" über die geplante Übernahme von Monsanto stünden, sei nicht gewährleistet.

Die Konditionen stünden noch nicht fest. "Die genauen Bedingungen einer endgültigen Transaktionsvereinbarung müssen vom Aufsichtsrat der Bayer AG genehmigt werden", hieß es in der Bayer-Mitteilung. Die Bayer-Aktie zeigt sich nach den gestrigen Verlusten am Dienstag-Vormittag weiter nachgebend.

Übernahme von Anfang an umstritten

Bayer hatte im Mai überraschend angekündigt, Monsanto übernehmen zu wollen. Nach der letzten Aufbesserung des Angebots Mitte Juli stand der Übernahmepreis bei 64 Milliarden US-Dollar (rund 57 Mrd Euro). Die beiden bisherigen Offerten stufte das Management von Monsanto um Vorstandschef Hugh Grant jedoch als zu niedrig ein. Über die neuerliche Aufstockung berichtete am Montag zuerst die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post".

Investoren in den USA setzen darauf, das Bayer bis zu 135 Dollar pro Aktie bieten muss. Immerhin hatte Monsanto den Rheinländern nach Reuters-Informationen vor wenigen Wochen begrenzten Einblick in interne Daten gewährt.

Gemeinsam mit Monsanto würde sich Bayer als integrierter Anbieter an die Weltspitze katapultieren. Dennoch war der Deal von Anfang an umstritten. Denn Monsanto steht in Europa seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. Dem US-Konzern wird unter anderem ruppiges Verhalten im Umgang mit seinen Kunden vorgeworfen. Außerdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat. Dieser steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Bayer sieht keine Kartellprobleme

Zugleich hätte ein Zusammenschluss nicht nur aus Sicht von Bayer strategische Vorzüge, auch Monsanto erkennt darin Vorteile. Die Leverkusener äußerten sich bislang überzeugt, dass der Zusammenschluss nicht an den Kartellbehörden scheitern werde, da sich beide Unternehmen bei Produkten und geografischer Präsenz ergänzten.

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