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MasterCard: Milliarden-Schadenersatzklage in Großbritannien


Wohl jahrelang Kunden geschadet  

Milliarden-Schadenersatzklage gegen MasterCard in Großbritannien

11.09.2016, 11:15 Uhr | rtr

MasterCard: Milliarden-Schadenersatzklage in Großbritannien. Das US-Kreditkarten-Unternehmen MasterCard wird in Großbritannien auf Schadenersatz verklagt. Millionen Verbraucher könnten Geld zurück bekommen. (Quelle: Reuters)

Das US-Kreditkarten-Unternehmen MasterCard wird in Großbritannien auf Schadenersatz verklagt. Millionen Verbraucher könnten Geld zurück bekommen. (Quelle: Reuters)

Das Kreditkarten-Unternehmen MasterCard ist in Großbritannien auf umgerechnet etwa 16,5 Milliarden Euro (14 Milliarden Pfund) Schadenersatz verklagt worden. Bei einem Erfolg hätten Millionen Kunden einen Erstattungsanspruch.

Dem US-Kreditkarten-Anbieter wird Gerichtsunterlagen zufolge vorgeworfen, mit überhöhten Gebühren für den Einsatz von Bank- oder Kreditkarten Verbrauchern jahrelang indirekt geschadet zu haben. Sollte der Klage stattgegeben werden, könnten rund 46 Millionen britische Verbraucher Ansprüche auf Entschädigung haben.

EU-Wettbewerbsbehörden haben vorgelegt

MasterCard weist die Anschuldigungen zurück und kündigte an, sich entschieden dagegen zu wehren. Laut der Kanzlei Quinn Emanuel handelt es sich um die größte Schadenersatzklage in der Geschichte Großbritanniens.

Vorausgegangen war ein Urteil der EU-Wettbewerbsbehörden aus dem Jahr 2014, nach dem Mastercard von 1992 bis 2008 von Geschäftsleuten zu hohe Gebühren für den Kreditkarten-Einsatz ihrer Kunden verlangt hat.

Automatischer Schadenersatz für Verbraucher?

Diese Kosten seien in Form von höheren Preisen an die Verbraucher weitergegeben worden, argumentiert der Kläger. Bei ihm handelt es sich um den ehemaligen Ombudsmann für die britische Finanzbranche, Walter Merricks. Bis 2009 war er dafür zuständig, Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und den Instituten zu schlichten.

Die Klage gegen den weltweit zweitgrößten Kreditkarten-Anbieter sei der erste Schritt, damit die Verbraucher Entschädigung erhielten, erklärte Merricks. Sie basiert der Kanzlei Quinn Emanuel zufolge auf einem Gesetz, das Verbraucher automatisch zu Nutznießern von Schadenersatzzahlungen macht - es sei denn, sie distanzierten sich ausdrücklich von der Klage.

Umgekehrt könnten sich Verbraucher im Ausland, die von 1992 bis 2008 in Großbritannien gelebt haben, der Klage gegen den Visa-Rivalen anschließen.

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