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Traditions-Modekette SinnLeffers ist insolvent


Traditions-Modehändler pleite  

SinnLeffers stellt Insolvenzantrag

13.09.2016, 13:40 Uhr | dpa

Traditions-Modekette SinnLeffers ist insolvent. Die Zentrale von SinnLeffers im nordrhein-westfälischen Hagen. (Quelle: dpa)

Die Zentrale von SinnLeffers im nordrhein-westfälischen Hagen. (Quelle: dpa)

Die traditionsreiche Bekleidungskette SinnLeffers ist zahlungsunfähig. Das Unternehmen hat einen Insolvenzantrag gestellt. Seit dem ersten Insolvenzverfahren vor etwa acht Jahren hatte SinnLeffers weniger Filialen bewirtschaftet.

"Um die SinnLeffers GmbH (...) dauerhaft wettbewerbsfähig positionieren zu können, ist eine leistungs- und finanzwirtschaftliche Sanierung im Wege eines gesteuerten Insolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung erforderlich", teilte das Unternehmen mit.

"Großteil der vorhandenen Arbeitsplätze kann erhalten werden"

Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Göbel sagte: "Wir sind überzeugt, dass durch die Eigenverwaltung der Fortbestand der SinnLeffers GmbH gesichert ist und der Großteil der vorhandenen Arbeitsplätze erhalten werden kann."

Als Sanierungsgeschäftsführer berief das Unternehmen den Düsseldorfer Rechtsanwalt Thomas Kluth, vorläufiger Sachwalter ist der Jurist Rolf Weidmann aus Essen.

Der Antrag habe "keinen Einfluss auf die operativen Geschäfte und die laufende Sanierung der Rudolf Wöhrl AG", teilte der Modehändler Wöhrl mit, der die gleichen Eigentümer hat wie SinnLeffers. "Weder Standorte noch Mitarbeiter oder Geschäftsbeziehungen von Wöhrl sind davon berührt." 

Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung

Auch der kürzlich ebenfalls in finanzielle Schwierigkeiten geratene Wöhrl-Konzern hat Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt, hatten die Zeitschrift "Textilwirtschaft" und das "Westfalen-Blatt" zuvor berichtet. 

SinnLeffers hatte bereits im Sommer 2008 Plan-Insolvenz angemeldet und war seit dem Ende des Verfahrens mit deutlich verkleinertem Filialnetz und reduzierter Mitarbeiterzahl am Markt.

Kein Zugriff der Gläubiger

Wöhrl hatte vergangene Woche ein sogenanntes Schutzschirmverfahren eingeleitet. Dies schützt in die Krise geratene Unternehmen vor dem Zugriff der Gläubiger, ohne dass die Betriebe bereits Insolvenz anmelden müssen. Die Geschäftsführung kann das Nürnberger Unternehmen weiter lenken. Ihr wird allerdings ein Anwalt als "Sachwalter" und externer Berater zur Seite gestellt.

SinnLeffers war 1997 durch die Fusion aus den zwei kleineren Traditions-Modehäusern Sinn und Leffers entstanden. Von 2001 bis 2005 gehörte das Unternehmen zum Essener KarstadtQuelle-Konzern, bis es von der Deutschen Industrie Holding (DIH) übernommen wurde.

Aktuell gibt es 22 SinnLeffers-Filialen in Deutschland. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen 1400 Mitarbeiter.

Im März hatte auch der Mutterkonzern der Adler-Bekleidungsmärkte Steilmann Insolvenz angemeldet.

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