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Windige Hypothekengeschäfte: USA wollen 14 Milliarden Dollar von Deutscher Bank


Dubiose Hypothekengeschäfte  

USA fordern 14 Milliarden von der Deutschen Bank

16.09.2016, 11:57 Uhr | dpa, AFP

Windige Hypothekengeschäfte: USA wollen 14 Milliarden Dollar von Deutscher Bank. Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. (Quelle: dpa)

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. (Quelle: dpa)

Dass es teuer werden würde, war klar - aber so teuer? Die Deutsche Bank ist im Streit mit der US-Justiz um krumme Geschäfte vor der Finanzkrise mit einer überraschend hohen Forderung konfrontiert. Das Geldhaus bestätigt die Summe - will sie aber partout nicht in der Höhe zahlen.

Mit 14 Milliarden Dollar hat die Regierung in den USA die Latte für die Vergleichsverhandlungen mit der Deutschen Bank im Streit um dubiose Hypothekengeschäfte sehr hoch gelegt. Umgerechnet rund 12,5 Milliarden Euro fordert das Justizministerium, bestätigte das Geldhaus in einer Ad-hoc-Mitteilung einen Bericht des "Wall Street Journal". Es sei allerdings üblich, dass die Behörden mit viel höheren Forderungen einstiegen, als letztlich beschlossen würden.

"Die Deutsche Bank beabsichtigt auf keinen Fall, diese möglichen zivilrechtlichen Ansprüche in einer Höhe zu vergleichen, die auch nur annähernd der genannten Zahl entspricht", heißt es in der Mitteilung. Die Verhandlungen stünden erst am Anfang. Die Aktie der Deutschen Bank wurde am Freitag an der Börse mit deutlichen Abschlägen gehandelt.

Auslöser der Krise

Es geht um die Beilegung zivilrechtlicher Ansprüche im Zusammenhang mit der Ausgabe hypothekengedeckter Wertpapiere zwischen 2005 und 2007. Der Deutschen Bank wird vorgeworfen, mit windigen Geschäften zum Kollaps des US-amerikanischen Häusermarktes im Jahr 2008 beigetragen zu haben, der dann mit zur Weltwirtschaftskrise beigetragen hat.

In der Mitteilung der Deutschen Bank wird der geforderte Betrag als "Vergleichsvorschlag" bezeichnet, den das Ministerium mit der Bitte um einen Gegenvorschlag unterbreitet habe. Vom "Wall Street Journal" zitierte Insider erwarten, dass die Bank sich energisch gegen die hohe Summe zur Wehr setzen wird.

Natürlich ist völlig offen, wie hoch der Vergleich letztlich ausfallen wird. Anleger reagieren dennoch schockiert auf die Nachricht - der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie fiel im nachbörslichen Handel um fast sieben Prozent.

Zwei bis fünf Milliarden?

Die Deutsche Bank erwartet nach eigenen Angaben ein Verhandlungsergebnis, "das im Bereich ihrer Wettbewerber liegt, die sich mit dem US-Justizministerium bereits auf deutlich niedrigere Beträge geeinigt haben."

Allerdings haben andere Banken im Rahmen von Vergleichen mit der US-Justiz bereits hohe Strafen in solchen Fällen akzeptiert. Die bislang höchste wurde 2014 der Bank of America mit 16,65 Milliarden Dollar aufgebrummt.

Bislang war in Finanzkreisen jedoch nicht davon ausgegangen worden, dass die Deutsche Bank ähnlich viel bezahlen muss. Die führende US-Investmentbank Goldman Sachs hatte im April etwa einem Vergleich über etwa fünf Milliarden Dollar zugestimmt.

Dem Zeitungsbericht zufolge haben Anwälte der Deutschen Bank hinter vorgehaltener Hand angedeutet, dass eine Summe zwischen zwei und drei Milliarden Dollar angemessen sei, um den Konflikt rasch beizulegen.

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