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Kaiser's Tengelmann: Geheimtreffen soll Lebensmittelkette retten


Es geht um 15.000 Arbeitsplätze  

Geheimtreffen soll Kaiser's Tengelmann retten

20.09.2016, 16:04 Uhr | dpa

Kaiser's Tengelmann: Geheimtreffen soll Lebensmittelkette retten. Ein Kaisers's Tengelmann-Markt in Köln: In NRW könnten bei einer Zerschlagung am meisten Mitarbeiter betroffen sein. (Quelle: dpa)

Ein Kaisers's Tengelmann-Markt in Köln: In NRW könnten bei einer Zerschlagung am meisten Mitarbeiter betroffen sein. (Quelle: dpa)

Es ist vielleicht die letzte Chance, die Zerschlagung der Lebensmittelkette Kaisers's Tengelmann noch zu verhindern: Am Donnerstagabend ist ein Spitzentreffen von Unternehmenschefs sowie der Gewerkschaft Verdi geplant. Dabei soll nach einer Lösung für die festgefahrene Situation gesucht werden.

Teilnehmen an der Sitzung, die an einem geheimen Ort stattfindet, sollen Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub, der Edeka-Vorstandsvorsitzende Markus Mosa, Rewe-Chef Alain Caparros sowie Vertreter der Gewerkschaft Verdi, wie unterrichtete Kreise berichteten. Ein Rewe-Sprecher bestätigte die Teilnahme von Caparros. 

Wie die Funke Mediengruppe und dpa aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen erfuhren, haben sich Tengelmann-Chef Haub und Edeka-Chef Mosa darauf geeinigt, den Kaufvertrag aufzulösen, sollte das geplante Spitzentreffen kein Ergebnis bringen. Damit wäre ein Komplettverkauf und der Erhalt aller 15.000 Arbeitsplätze wohl endgültig vom Tisch. 

Übernahme durch Edeka gestoppt

Rewe spielt eine Schlüsselrolle im Drama um Kaiser's Tengelmann. Denn das Unternehmen hat zusammen mit Markant vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf eine Eilentscheidung erwirkt, die den Vollzug der Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka trotz der Erlaubnis durch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) stoppt. Eine juristische Klärung könnte Jahre dauern. So lange will Tengelmann-Chef Haub angesichts der wachsenden Verluste der Supermarktkette nicht warten.

Schon auf einer Tengelmann-Aufsichtsratssitzung am Freitag könnte dann die Schließung zahlreicher Filialen der angeschlagenen Supermarktkette auf die Tagesordnung kommen. Vor allem Nordrhein-Westfalen könnte es hart treffen. Rund 3000 der 4000 Mitarbeiter dort müssten wohl gehen, wenn Haub sich zu einer Zerschlagung entschließe, hieß es.

Lösung schwer vorstellbar

Doch dürfte eine Einigung bei dem Spitzentreffen schwierig werden. Welche Zugeständnisse Edeka machen könnte, um Rewe zur Zurücknahme seiner Klage vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht zu bewegen, ist völlig offen. Die naheliegende Option einer Aufteilung der Filialen unter den Interessenten scheint problematisch. Denn sie würde erneut das Bundeskartellamt auf den Plan rufen und damit für weitere Monate der Ungewissheit sorgen.


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